Allgemein Vorschau

Vikings-Fan-Vorschau: Border Battle oder David gegen Goliath?

Der folgende Artikel ist ein Gastbeitrag von den Vikings Fans Germany auf Facebook. Vielen Dank an dieser Stelle!

Es ist wieder soweit. Packers vs. Vikings.

Die beiden traditionsreichen Teams treffen heute zum 114. Mal aufeinander und in jüngerer Vergangenheit behielt das Team aus Wisconsin häufig die Oberhand. In diesem Jahrzehnt gewann Green Bay elf von bisher 15 möglichen Spielen, bei einem Unentschieden. Die Konstante? Quarterback Aaron Rodgers, der jede gegnerische Defense zum Narren halten kann. Auf Seiten der Vikings war ebendiese Position zu oft ein Fragezeichen.

Beinahe Traditionell mit einer guten Defense bestückt, mussten in der Vergangenheit zu oft Spieler wie Joe Webb oder Matt Cassel für die Vikings under Center spielen. Ein Trend der sich dieses Jahr auf den ersten Blick fortzusetzen scheint. Starting Quarterback Sam Bradford hat sich beim dominanten Auftritt im Opener gegen die Saints das Knie mindestens schwer geprellt und fällt für unbestimmte Zeit aus. Ob er jemals wieder in purple und gold auflaufen wird, ist fraglich. Das alles, nachdem sich das eigentliche Gesicht der Franchise, Teddy Bridgewater am Ende des letztjährigen Training Camps sein Knie derart schwer verletzte, dass nicht nur sein Karriereende, sondern auch sein komplettes Bein in Gefahr war.

So steht heute Abend Case Keenum Aaron Rodgers gegenüber. Keenum fungierte in seiner fünfjährigen Karriere bisher meist als Backup und wechselte jährlich das Team. Ursprünglich für die zweite Garde geholt, findet man in der ganzen Liga wohl weniger Free Agency Signings, die dieses Jahr einen größeren Wert haben. Keenum bestritt bisher vier Spiele für uns und steht bei gesunden 7,4 Yards pro Passversuch und vier Touchdowns. Dazu konnte er Interceptions und Fumble bisher komplett vermeiden. Der 29-Jährige gibt uns die Chance Spiele zu gewinnen, auch heute Abend gegen den übermächtig-wirkenden Nachbar. Alleine kann Keenum aber nicht die Kohlen aus dem Feuer holen.

Sowohl der Nummer 1 Receiver Stefon Diggs, als auch der Nummer 1 Running Back Dalvin Cook werden nicht spielen können. So wird es wichtig sein, dass neben dem verlässlichen Adam Thielen ein weiterer Receiver aus dem Schatten tritt. Sei es Tight End Kyle Rudolph oder ein weiterer Wide Receiver aus Jarius Wright, Michael Floyd oder Laquon Treadwell. Die Receiving Optionen hinter Diggs und Thielen vermissen bisher effektives Spiel.

Das Running Game bleibt nach dem Kreuzbandriss von Dalvin Cook ein weiteres Fragezeichen. Ja, Jerrick McKinnon hat letzten Montag gegen Chicago eine beeindruckende Leistung auf den Platz gebracht. Welchen Anteil ein stark dezimiertes Bears-Linebacker Corps daran trug, wird man heute sehen. Kann er die Lücken die ihm, im Vergleich zum Vorjahr eine deutlich verbesserte O-Line, ermöglicht, nutzen und wird er auch im Passspiel einen ähnlichen Einfluß haben können? Die Offense der Vikings muss Punkte aufs Board bringen, das Spiel kann aber nur unsere Defense entscheiden.

Speziell die Duelle Bakhtiari und Bulaga gegen die Vikings Passrusher Griffen und Hunter sehe ich als spielentscheidend an. Wie fit sind die angeschlagenen Offensive Tackles der Packers und kann gerade Griffen seine beeindruckende Saison (6 Sacks in 5 Spielen, obwohl seine Gegenspieler am meisten Hilfe von Running Backs oder Tight Ends hatten) fortsetzen?

In der Secondary nimmt Xavier Rhodes seit über einem Jahr den besten gegnerischen Receiver aus dem Spiel. Umso wichtig ist der Blick auf die andere Seite des Feldes. Die Schwäche der Vikings Defense ist bisher ohne Frage Trae Waynes. Waynes gibt seinem Gegner oft zu viel Freiheiten an der Line of Scrimmage und ist so anfällig für underneath-Routen. Aber auch tief wurde er schon des Öfteren geschlagen, obwohl er dabei oft eine eigentlich gute Position zu Ball und Gegenspieler hat. Die letzten gemeinsame Duelle lassen eines vermuten: Rodgers wird auch heute Waynes vermehrt testen und dementsprechend die Seite von Rhodes eher meiden.

 

Ich erwarte ein spannendes und enges Spiel, in dem einzelne Fehler den finalen Unterschied machen können. Das Team, welches über 24 Punkte aufs Board bringt, wird gewinnen. Tipp: Die Lautstärke im US Bank Stadium ist der entscheidende Tick: 27-24 Minnesota.

 

Zur Vorschau aufs Spiel.

Beitragsbild: https://www.flickr.com/photos/mikemorbeck/6421872677

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