Allgemein Vorschau

Preview Bengals @ Packers

Die Bengals sind am Sonntag, 22.25 deutscher Zeit (Gamepass, DAZN Redzone-Konferenz) in Lambeau Field zu Gast bei den Green Bay Packers. Die Vorschau.

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Historie

Die Packers haben die letzten drei Begegnungen gegen die Bengals allesamt verloren (2005, 2009, 2013) und somit hat Packers-QB Aaron Rodgers auch noch nie gegen die Bengals gewonnen – als einziges Team in der NFL. Als Rodgers vor einigen Tagen in einem Interview darauf angesprochen wurde, dass er die Packers auch noch nie besiegt habe, sagte er: „Doch, ehrlich gesagt schon. Ich hatte einige schlechte Spiele.“

Verletzungsmisere bei den Packers

Bei den Packers sind nach dem Verletztenbericht von Freitag (an dem die Packers nicht trainieren) sieben Spieler als „doubtful“, also zweifelhaft, gemeldet: David Bakhtiari, Kentrell Brice, Randall Cobb, Mike Daniels, Davon House, Nick Perry (wird nicht spielen) und Jake Ryan. Außerdem sind Jordy Nelson und Bryan Bulaga fraglich, laut Coach McCarthy „game-time decisions“.

Ersetzt werden könnten die Tackles wie gegen Atlanta durch Justin McCray und Kyle Murphy. Aufgrund der Verletzungen der Receiver dürften gegen Cincinnati sowohl TE Martellus Bennett (der vermutlich auch viel als Pass Blocker als Hilfe für die O-Line eingesetzt werden wird), als auch Davante Adams und Geronimo Allison deutlich mehr Snaps sehen. Der Pass Rush wird sich gegen die Bengals ohne Perry und Daniels voll und ganz auf Clay Matthews verlassen, der besonders in Spiel 2 eine gute Leistung gezeigt hat (1.5 Sacks, 5 Tackles).

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 Update, So 10:26

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Key Matchups für die Packers

Offense

Die Bengals haben trotz der zwei Niederlagen vor allem im Pass Rush überzeugen können. Der sah sowohl bei dem Shootout gegen die Ravens, als auch bei der Niederlage gegen die Texans zumindest halbwegs überzeugend aus. Gegen eine erneut verletzungsgeplagte O-Line der Packers muss Rodgers wohl oder übel das ein oder andere Mal ein paar Schritte aus der Pocket machen und seine „Houdini-Künste“ auspacken.

Spannend wird das Running Game: Die Bengals Defense ist die zweitschlechteste gegen den Lauf diese Saison (162.5 erlaubt im Schnitt), die Packers Running Backs haben aber die fünftwenigsten Yards zustande gebracht (71.5 erlaufen im Schnitt). Und die Packers planen wohl, mehr auf Jamaal Williams zu setzen, da Ty Montgomery momentan der Running Back mit der meisten Spielzeit in der gesamten NFL ist.

Die Defense der Bengals ist aber nicht so schlecht, wie man nach zwei Niederlagen auf den ersten Blick denken könnte: siebter in Punkten, fünfter in Yards erlaubt, erster (!) in Passing Yards erlaubt. Allerdings: Die Pass Defense hat bisher gegen die Quarterbacks Deshaun Watson und Joe Flacco gespielt. Keiner von beiden ist vom Kaliber eines Aaron Rodgers.

Die Offense der Packers ist klar verletzungsgeschwächt, dennoch sollten noch genug offensive Waffen da sein, um die ein oder andere Lambeau Leap feiern zu können.

Defense

Da die Bengals-Offense bisher keinen einzigen Touchdown zustande gebracht hat, kann sie ja nur richtig schlecht sein – oder? Naja, größtenteils stimmt das auch. In keine der wichtigen Offensiv-Statistiken sind die Bengals besser als Platz 23. Aber die Bengals haben schon nach zwei Wochen personell reagiert, den Offensive Coordinator gefeuert und den QB Coach befördert. Das wird wohl – laut NFL-Insider Ian Rapoport zu einem QB-freundlicheren Spiel führen mit mehr kurzen, sicheren Pässen, die das Selbstvertrauen von Andy Dalton (kein TD, 4 INT) aufbauen sollen.

Die O-Line ist eine wirkliche Schwachstelle der Bengals und die Packers haben schon in Woche 1 gezeigt, dass sie das ausnutzen können: Mit einem überragenden Mike Daniels und einem bärenstarken Nick Perry. Perry fällt sicher aus, hinter Daniels möglichem Einsatz steht mindestens ein großes Fragezeichen.

Dennoch dürfte hier mehr zustande kommen als gegen die Falcons und vielleicht feiert auch die Secondary trotz dem möglichen Ausfall von Vetreran Davon House endlich ihre erste Interception. Das war nämlich der große Schwachpunkt der Defense letztes Jahr.

Kevin King wird deutlich mehr Spielzeit bekommen als in den ersten beiden Partien – so wurde es zumindest von den Trainern angekündigt. Als direkter Gegner von Julio Jones ließ er letzte Woche gegen die Falcons keine einzige Completion zu (Jones 0/4 Receptions gegen King). Als schnellster Corner der Packers wird er es diese Woche vermutlich mit A.J. Green zu tun bekommen, der im Spiel gegen die Texans nicht wirklich überzeugt hat, aber immer für ein Big Play gut ist.

Fazit und Tipp

Trotz der Verletzungen muss gegen die Bengals ein Sieg her. Die Division ist deutlich umkämpfter als vor der Saison vermutet. Die Lions haben bisher in beiden Spielen überzeugen können und auch die Vikings (insbesondere deren Defense) beeindrucken (wer weiß, wie sich das ohne Bradford, der diese Woche erneut ausfällt, entwickelt). Daher ist jeder Sieg ganz besonders so vermeintlich schwache Gegner ein Muss. Wollen die Packers um den Super Bowl mitspielen, sind Siege gegen Gegner wie die Bengals oder nächte Woche die Bears ganz einfach Pflicht. Wie hoch sie allerdings ausfallen, interessiert in drei Wochen keinen mehr. Ich tippe auf einen engeren Sieg als erhofft:

20:10 für die Packers – die Bengals schaffen also ihren ersten Touchdown der Saison, aber darüber hinaus geht nicht viel mehr…

Zur Gegneranalyse

Oh, und das hier:

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