Rückschau Season 2018

Packers verlieren 23:31 in Detroit – Ein rabenschwarzer Tag für die Packers

Green Bay und insbesondere Kicker Mason Crosby erwischten in Detroit einen schwarzen Tag. Der sonst so sichere Kicker der Packers verschoss 4 von 5 Field Goal-Versuchen, dazu noch einen Extrapunkt. Und kostete die Green Bay Packers 13 Punkte bei ihrer 23:31 Niederlage. Doch diese Niederlage an diesem Punkt festzumachen wäre zu einfach.

Vom ersten Drive an eine zerfahrene Partie

Von Beginn an merkte man der gesamten Mannschaft an, dass im Moment der Wurm im Spiel der Packers ist. Bestes Beispiel hierfür war das chaotische Handeln des Punt Return Teams, welches durch seine Zuordnungsprobleme die Lions nach einer guten Defensivleistung wieder ins Spiel brachte. Gegen die Lions funktionierte wenig bis gar nichts bei der Offensive aus Wisconsin, die von Rodgers schon nach dem Sieg gegen die Bills hart kritisiert wurde. Doch auch die Defensive wirkte zu harmlos und so führten die Lions schnell mit 14:0 durch zwei Touchdownläufe von Blount, der immer wieder die Lücken in der Defensive Line der Packers fand. Die in der Kritik stehende Laufverteidigung der Lions hingegen funktionierte diesmal und so kamen Williams und Montgomery kaum dazu, Raumgewinn zu erzielen. Und auch das Passspiel kam nicht wirklich in Gang. Immer wieder suchte Aaron Rodgers nach anspielbaren Receivern und fand sie viel zu selten, auch wenn sie frei waren. Seine Zögerlichkeit brachte die eigentlich gut agierende O-Line in arge Schwierigkeiten und den Pass Rush der Lions in eine unnötig gute Lage. Dabei verlor Rodgers mehrfach den Ball und die Fumbles brachten die Lions immer wieder unter Kontrolle. Matthew Stafford hingegen konnte seine Receiver immer wieder anspielen und so fing Jones dann kurz vor der Halbzeit einen Pass in der Endzone, nach dem erfolgreichen Extrapunkt stand es dann zur Halbzeit 0:21 für die Lions. Das einzige Highlight aus der Sicht der Deutschen Packers Fans war wohl der ersten gefangene Pass von EQ St. Brown im ersten Quarter des Spiels für 17 Yards.

Nach der Pause schien Bessserung in Sicht

Nach dem Pausentee kamen die Packers etwas motivierter aus der Kabine und Rodgers suchte immer wieder seinen primären WR Davante Adams, der nun immer wieder für Raumgewinn sorgte. Doch der erste Touchdown für die Packers war dann auch der erste in der NFL Karriere von Valdes Scantling. Die folgende Two Point Conversion fing Williams sicher und alle erhofften sich jetzt eine Aufholjagd der Packers. Die Defensive schien jedenfalls erstmal zu halten und schnell kamen die Packers zu ihrem zweiten Touchdown. TE Kendricks entdeckte seine lange verschollenen Receiver Fähigkeiten und fing einen 1 Yard Pass von Rodgers zum 14:24. Die Lions schlugen nochmal zurück und Golladay fing einen 5 Yard Pass von Stafford in der Packers Endzone, doch das Spiel war für die Packers immer noch nicht verloren und die Offensive um Rodgers machte weiter Druck. 9 Minuten vor Spielende fand ein Pass von Rodgers den Weg in die Endzone der Lions, den Adams sicher fing und die mitgereisten Cheeseheads jubeln ließ. Leider verschoss Crosby erneut – diesmal den Extrapunkt – und so stand es 20:31. Die Defensive erkämpfte sich in den letzten 6 Minuten nochmal den Ball, doch diesmal fand Rodgers kaum eine Anspielstation und so konnte Crosby 2 Sekunden vor dem Ende nur noch etwas für das persönliche Wohlgefühl tun, endlich wieder das Ei zwischen die Pfosten kicken und den Endstand auf 23:31 verbessern.

Es wird ungemütlich für McCarthy

Nach dem Spiel stellen sich viele Fragen und auch die Kritik an Coach McCarthy wird nicht leiser. Insbesondere durch die bissigen Kommentare von Rodgers in den letzten Pressekonferenzen nimmt die Kritik an McCarthy immer mehr zu. Sicher ist: An dieser Niederlage trägt McCarthy nur eine geringe Schuld. Receiver, die sich nicht frei laufen, Rodgers, der die freien Receiver nicht sieht oder überwirft und ein Horror-Tag von Crosby sind die größten Gründe für die Niederlage. Sollte es aber zu einer Entscheidung zwischen Quarterback und Head Coach kommen, weil Rodgers McCarthy sabotiert, dann fällt die Entscheidung zwischen dem bestbezahlten Quarterback und einem Coach mit einem Jahr Restlaufzeit den Verantwortlichen in Green Bay nicht schwer.

Sicher ist, auch durch die vielen Disziplinlosigkeiten, bringen sich die Packers immer wieder selbst in Schwierigkeiten. Der deutschstämmige EQ St.Brown steuerte noch 3 gefangene Pässe für 89 Yards bei und empfahl sich für weitere Aufgaben. Das nächste Spiel der Packers gegen die San Francisco 49ers muss dringend gewonnen werden, um in der Bye Week endlich einmal in Ruhe durchatmen zu können und die Verletztenliste wieder abschwellen zu lassen. Denn nach dieser Woche ohne Spiel warten direkt die Los Angeles Rams und dort wird es um die Saison gehen.

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