Allgemein Rückschau

Packendes Duell gegen die Cowboys mit Happy End

Spannung bis zur letzten Sekunde – das scheint es in letzter Zeit immer dann zu geben, wenn die Packers auf die Cowboys treffen.

Die Packers besiegten die Dallas Cowboys in einem Herzschlagfinale mit 35:31 dank einem wieder mal überragenden Aaron Rodgers, der bei 1:13 auf der Uhr ganz locker 75 Yards übers Feld marschierte und den entscheidenden Touchdown warf.

Scoring Summary

1st QuarterGBDal
Dal6:36Cole Beasley 2 pass from Dak Prescott (Dan Bailey Kick)07
GB10:59Davante Adams 10 pass from Aaron Rodgers (Kick Failed)67
2nd QuarterGBDal
Dal1:23Cole Beasley 5 pass from Dak Prescott (Dan Bailey Kick)614
Dal8:50Dez Bryant 10 pass from Dak Prescott (Dan Bailey Kick)621
GB14:06Aaron Jones 7 run (Kick Failed)1221
3rd QuarterGBDal
GB3:51FG Mason Crosby 221521
4th QuarterGBDal
GB0:06Jordy Nelson 10 pass from Aaron Rodgers (Mason Crosby Kick)2221
Dal3:15FG Dan Bailey 432224
GB5:04Damarious Randall 21 interception return (Pass Failed)2824
Dal13:47Dak Prescott 11 run (Dan Bailey Kick)2831
GB14:49Davante Adams 12 pass from Aaron Rodgers (Mason Crosby Kick)3531

Vor dem Spiel

Auf der Liste der Inaktiven vor Spielbeginn standen David Bakhtiari und Ty Montgomery; Bryan Bulaga, Davon House und Mike Daniels waren alle nach Verletzungsausfällen wieder mit dabei. Die Packers starteten deshalb in ihrer O-Line erneut mit Lane Taylor als Left Tackle und Justin McCray als Left Guard. Ty Montgomery wurde durch Aaron Jones ersetzt, der im Spiel gegen die Bears schon gute Ansätze gezeigt hatte.

Die Highlights zum Spiel gibt es wieder auf YouTube.

Das ganze Spiel könnt ihr eine Woche bei ProSiebenMaxx im Re-Live komplett anschauen (Link).

Zum Spiel

Die Cowboys starteten gut, hatten auch ein wenig Glück mit den Schiedsrichtern und führten im zweiten Viertel deutlich mit 21:6. Die Packers erreichten ihre sechs Punkte aber nicht mit zwei Field Goals, sondern einem verpassten PAT (Extrapunkt). Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, verpasste die Field Goal Unit auch beim zweiten Touchdown kurz vor Ende des zweiten Viertels den Extrapunkt…

Die Packers kamen mit einem Field Goal (22 Yards, also einfacher als der Extrapunkt) im dritten Viertel bis auf 15:22 ran, bevor ein verrücktes letztes Viertel begann:

Touchdown Packers und damit die erste Führung des Abends zum 22:21. Field Goal Cowboys. Die Packers punten im nächsten Ballbesitz, Jeff Janis hält als Gunner die Cowboys weit in ihrer eigenen Hälfte.

Im nächsten Drive wirft Dak Prescott den Ball, er wird getippt und landet in den Armen von Damarious Randall, der ihn zum Pick-6 zurück in die Endzone trägt – die Packers führen erneut, mit 28:24 und knapp 10 Minuten zu spielen.

Dank eines starken Ezekiel Elliott im letzten Drive nehmen die Cowboys viel Zeit von der Uhr, insgesamt dauert ihr nächster Drive 8:43 und wird mit einem 11 Yard Lauf von Dak Prescott in die Endzone beendet. Damit wechselt die Führung mit 1:13 Restzeit erneut und es steht 31:28.

Aaron Rodgers bekommt den Ball nach einem Touchback an der 25-Yard Linie, einem verbleibenden Timeout und knapp über einer Minute auf der Uhr, mit einem auf mysteriöse Art verletzten Jordy Nelson an der Seitenlinie und der Sonne voll im Gesicht:

Kein Problem, denkt sich Rodgers, befördert den Ball in einer Minute mit mehreren Pässen und guten Läufen von Aaron Jones übers Feld und wirft im zweiten Versuch den erfolgreichen Touchdown auf Adams zum 35:31 Endstand. Ein Field Goal hätte theoretisch zum Ausgleich gereicht, doch Rodgers sagt nach dem Spiel, er habe erst an den Touchdown gedacht.

Die Cowboys bekommen den Ball nochmal mit 11 Sekunden auf der Uhr und versuchen noch ein paar laterale Pässe, doch das führt zu nichts und deshalb dürfen die Packers sich am Ende als verdienter Sieger fühlen:

🆙🆙🆙 #GoPackGo #ranNFL (@packers)

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Tops und Flops

Tops

Martellus Bennett hatte nach einigen Spielen, in denen er sich aufs Blocken konzentrieren musste und sozusagen als „O-Liner“ eingeteilt war, endlich mal ein Spiel, in dem er auch fangen durfte:

Touchdown Celebration

Die WR der Packers haben sich etwas Besonderes ausgedacht, um zu feiern: Eine Bobfahrt! Initiator der ganzen Sache war übrigens Jordy Nelson.

Aaron Jones hatte ein überragendes Spiel als Ersatz von Ty Montgomery, mit 125 Rushing Yards bei 19 Versuchen (6.6 Average). Hier ein Beispiel:

Außerdem setzten die Packers ihn auch sehr gut bei einem 4th&1 Versuch ein: Randall Cobb zog vor dem Snap von links nach rechts, nahm seinen direkten Gegenspieler mit und schaffte dabei Platz für Jones, der den Ball nach dem Snap nach links und weiter zum neuen First Down trug.

Das letzte Spiel gegen die Bears beendete er bewusstlos auf dem Feld liegend, jetzt kehrte er in beeindruckender Art und Weise zurück: Als Leading Receiver der Packers, mit 7 Catches (bei 11 Receptions) für 66 Yards (9.4 Average) und zwei (!) Touchdowns zeigte Davante Adams Comeback-Qualitäten.

Das Wide Receiver Duo der Packers überzeugt und Davante Adams hat gerade sehr viele gute Argumente für einen dicken Vertrag nach der Saison…

Flops

Die Field Goal Unit hatte einen rabenschwarzen Tag, schaffte lediglich das eine Field Goal und zwei von vier PATs. Jeweils ein Fehler beim Snap (Taybor Pepper) und beim Hold (Justin Vogel) ließen Crosby den Ball nicht richtig kicken.

Die Defense der Packers konnte nur selten überzeugen. Ein Hauptgrund: Kevin King musste gleich im ersten Drive verletzt vom Feld und kehrte bis zum Ende des Spiels nicht zurück. Damit war der schnellste Spieler der Secondary weg und Vic Beasly und Dez Bryant hatten gegen Davon House, Damarious Randall und Co. oft keine bis wenig Probleme, ihre Routes zu Ende zu bringen und den Ball zu fangen. Damarious Randall ließ erneut einen Touchdown zu (machte das durch den Pick-6 aber teilweise wieder wett). Auch eine Third-Down Efficiency der Cowboys von 58% und 3/3 Fourth Downs führten zu langen Drives und Ermüdungserscheinungen.

 

Weiter geht es am nächsten Sonntag um 19 Uhr bei den Vikings, die ihr Monday Night Game bei den Bears knapp mit 20:17 gewinnen konnten. Bei ihnen spielte Sam Bradford von Beginn an, wirkte aber angeschlagen und wurde zur zweiten Hälfte von Case Keenum ersetzt.

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