Allgemein Rückschau

Rookie Report 2017, Teil 2 – UDFAs

Undrafted Free Agents, das sind normalerweise Spieler aus kleineren Colleges, die es nicht geschafft haben, einer der 253 Draft Picks zu sein. Diese Spieler sind, wenn sie es überhaupt in den finalen 53-Mann Kader schaffen, meistens nur in den Special Teams zu finden oder am Spieltag dann inactive. Doch mit der „Draft and Develop“-Philosophie des ehemaligen GMs Ted Thompson sind auch diese Spieler für die Packers wichtiger als für andere Teams. Ted Thompson hat bereits einige gute UDFAs entdeckt, also lohnt es sich, mal einen Blick auf die diesjährigen UDFA-Verpflichtungen zu werfen. Vielleicht ist ja der nächste Sam Shields oder Lane Taylor dabei.

Anmerkung 1: Weil es, anders als beim Draft, keine feste Reihenfolge gibt, in der die Spieler vepflichtet wurden, werden wir alphabetisch vorgehen.

Anmerkung 2: Es wurden nur die Spieler berücksichtigt, die bei mindestens vier Spielen je mindestens einen Snap bekommen haben. Besonders weil UDFAs zu Beginn der Saison häufig nur Special Teams spielen, ist es schwer, Spieler mit weniger Spielen einzuschätzen.

Donatello Brown, CB, Valdosta State

Nach einer durchschnittlichen Preseason wurde er bei den finalen Cuts Anfang September entlassen und zunächst ins Practice Squad verpflichtet. Nachdem er einige Wochen dort verbracht hatte, wurde Brown am 17. November in den 53 Mann Kader verpflichtet. Er war in vier Spielen aktiv und spielte in diesen Spielen fast nur in den Special Teams (ein defensiver Snap). Ich denke, dass er es schwer haben könnte, es in der nächsten Saison in den Kader zu schaffen, besonders weil mit Quentin Rollins und Kevin King zwei deutlich bessere Cornerbacks zurückkehren.

Justin McCray, OL, Central Florida

Als dritter Backup-Guard begann er die Saison, er beendete sie als Starting Right Tackle. Niemand hat bei den Packers in der letzten Saison so viele verschiedene Positionen gespielt wie er. Er startete insgesamt acht Spiele, davon fünf als Right Tackle, zwei als Left Guard und eins als Right Guard. Auf allen Positionen spielte McCray gut und unaufgeregt, machte fast keine größeren Fehler und konnte sich somit auf jeden Fall für nächstes Jahr empfehlen. Ich denke, er wird es wieder in den Kader schaffen, und in der nächsten Saison der Starter als Left Guard sein, falls der bisherige Starter, Jahri Evans, sein Karriereende bekannt gibt.

Taybor Pepper, LS, Michigan State

Nach einer Verletzung vom eigentlichen Long Snapper der Packers, Brett Goode, wurde Pepper, der schon bei den Rookie Camps in Green Bay war, vor Woche 4 verpflichtet. In seinem ersten Spiel gegen die Bears war er solide, doch schlechte Snaps in Woche 5 gegen Dallas führten zu zwei verschossenen Field Goals durch Kicker Mason Crosby. Nach dem Spiel in Woche 9 gegen die Saints wurde er auf die Injured/Reserve Liste gesetzt, von der er in der Offseason zurückkehren wird. Ich erwarte eine umkämpfte Long Snapper-Position, da mit Zach Triner und dem wieder gesunden Brett Goode drei Long Snapper ins Training Camp starten werden.

Lenzy Pipkins, CB, Oklahoma State

Er begann die Saison als Special Teams-Spieler, und blieb das auch für die erste Hälfte der Saison. Nachdem Quentin Rollins und Kevin King sich verletzt hatten und Safety Jermaine Whitehead als Slot-Cornerback nicht überzeugte, durfte Pipkins, dessen Verbleib im Kader zu Beginn der Saison für die meisten Packers-Beobachter eine ziemliche Überraschung war, in den letzten Spielen auch als Cornerback ran. Dort spielte er gut, und durfte dann sogar das letzte Spiel der Saison als Boundary-Cornerback starten. Über die Special Teams könnte Pipkins der Sprung in den Kader nächste Saison gelingen, und von da aus wird es sein Ziel sein, sich weiter hochzuarbeiten.

Justin Vogel, P, Miami (Fla.)

Als die Undrafted Free Agent Verpflichtungen im April 2017 bekanntgegeben wurden, habe ich mich gewundert, warum die Packers einen Punter verpflichteten. Sie hatten ja gerade ihrem bisherigen Punter, Jake Schum, eine Vertragsverlängerung angeboten, und dieser hatte selbstverständlich angenommen. Doch Schum, mit  1,79 m und 97 Kg ein eher untypischer Punter, hatte sich in der Offseason eine Rückenverletzung zugezogen, und wurde als erster von vielen Packers Spielern am 1. Juni auf die Injured/reserve Liste gesetzt. Also durfte Justin Vogel ran. Mit einem Durchschnitt von 44.4 Yards pro Punt war er nicht überragend, aber sicher in Ordnung für die Packers, die fast noch nie einen wirklich guten Punter hatten. Er wird sich im nächsten Training Camp mit dem wieder gesunden Jake Schum messen, und um den Kaderplatz kämpfen müssen.

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