Allgemein Offseason 2017 Season Preview Training Camp

Die sehr speziellen Anforderungen an einen Packers-Running Back

Running Backs haben hauptsächlich eine Aufgabe: Den Ball in die Hand zu nehmen, die Lücke zu finden, durchzustarten und dann so viele Yards wie möglich zu machen.

In Green Bay sieht die Situation ein wenig anders aus. Mit einem Quarterback wie Aaron Rodgers ist die Offense hauptsächlich auf das Passing Game ausgerichtet – alles andere wäre auch sehr verwunderlich. Deshalb ist die wichtigste Aufgabe eines Running Backs – etwa genauso wichtig wie das Laufen an sich – das Blocken für Aaron Rodgers.

Nur ein Running Back, der fähig ist, Blitzer vom Quarterback festzuhalten, hat eine Chance auf einen Startplatz in der Offense von Coach Mike McCarthy. Denn McCarthy legt viel Wert auf die „No-Huddle“ Offense, das heißt, nach Ende des Spielzugs stellen sich die Angreifer sofort an der Line of Scrimmage auf, Rodgers ruft die Kommandos und der nächste Spielzug beginnt ohne jegliche Erholung für die gegnerische Verteidigung. Das Ganze funktioniert aber nur mit einem 3-down-Running Back, einer also, der fähig ist, alle drei Downs zu spielen – unabhängig davon, ob es beim dritten Versuch nur zwei Yards zu bewältigen gilt (und er somit eine realistische Chance hat, den Ball auch in den Händen zu halten) oder ob es acht Yards sind (bei denen er zu 100% einen Linebacker zu blocken hat).

Daher sind die wichtigsten Übungen im Trainings Camp der Packers auch die sogenannten „Blitz Pickup Drills“, 1-1-Duelle zwischen einem Blocker (hier: den Running Backs) und einem Rusher (hier: ein Linebacker). Nur wer diese Duelle bestehen kann, hat eine Chance bei den Packers.

Am Samstag gab es die erste Übung mit Pads und sie war wenig erfreulich aus Sicht der Runningbacks: Keiner konnte wirklich überzeugen, am wenigsten Ty Montgomery, potenzieller Nummer 1 Running Back. Doch die Erklärung dafür lieferte er selbst gleich mit: Es sei selbstverständlich und er schäme sich nicht dafür, er habe das schlichtweg zuvor noch nie gemacht. Dennoch habe er einige Fortschritte im Lauf der Übung erzielen können und sei sich sicher, dass er sich im Laufe des Camps noch weiter verbessern werde.

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Ty Montgomery bei einer Blocking-Übung gegen LB Cody Heiman

Es ist zu diesem frühen Zeitpunkt, eigentlich nach der ersten richtigen Übung dieser Art, definitiv noch nicht möglich, ein Fazit zu ziehen oder auch nur eine Tendenz auszumachen. Es ist aber klar, dass alle Running Backs, vor allem auch die gedrafteten Rookies Jamaal Williams, Aaron Jones und Devante Mays noch eine Menge Arbeit vor sich haben.

Weitere Bilder von den Blitz Pickup Drills:

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Joe Thomas gegen Devante Mays – im Hintergrund beobachtet Coach Mike McCarthy das Geschehen genau

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Derrick Matthews gegen FB Aaron Ripkowski

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Twitter: @PackerFansDE

Beitragsbild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ty_Montgomery.jpg

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