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Passing Tree – Welche Routen laufen die Receiver?

Zunächst: Es gibt nicht „den einen“ Passing Tree. Es gibt grundlegende Routen, die für alle gelten, aber manche Passing Trees beeinhalten andere Routen als andere und manchen werden anders benannt.

Der Passing Tree beeinhaltet die wichtigsten Routen der Receiver und ist durchnummeriert (die Nummerierung ist aber nicht einheitlich bei verschiedenen Passing Trees).

Bildquelle: http://bleacherreport.com/articles/2016841-nfl-101-breaking-down-the-basics-of-the-route-tree

Die Routen:

Screen (0): Ein Screen Pass ist ein kurzer Pass hinter die Defensive Linemen. Es soll der Eindruck entstehen, dass ein langer Pass geworfen wird. Dabei wird den Linemen „angeboten“, weiter zum Quarterback zu kommen und der Pass wird dann in den Freiraum dahinter geworfen. Der Passempfänger kann Running Back, Wide Receiver oder auch Tight End sein.

Flat (1): Während eines gängigen Spielzugs entsteht ein Gebiet zwischen den Hash Marks, der Seitenauslinie, der Line of Scrimmage und 3-5 Yards tiefer, das üblicherweise frei ist. In dieses Gebiet läuft der Passempfänger: Nach drei Schritten in die Tiefe biegt er nach außen ab. Dieser Spielzug wird von Passempfängern ausgeführt, die zu Beginn des Spielzugs weiter innen stehen, also oft von Tight Ends oder Running Backs.

Slant (2): Der Receiver läuft ein oder zwei Schritte geradeaus und biegt dann in einem 45-Grad Winkel nach innen ab und fängt den Ball dann zwischen Linebackern und Safeties.

Comeback/ Curl (3/4): Der Receiver biegt nach 12-15 Yards entweder in einem 45-Grad-Winkel zurück nach innen (Curl) oder außen (Comeback) ab.

Out und In/Dig (5/6): Der Receiver läuft 7-10 Yards geradeaus und biegt dann im 90-Grad-Winkel nach innen/außen ab. Die Länge der Route geradeaus kann variiert werden, man spricht auch von „Five and Out“ oder „Fifteen and Out“ bei 5 bzw. 15 Yards.

Flag/ Corner (7): Der Receiver geht tief (10-15 Yards) und biegt dann in einem 45-Grad-Winkel nach außen ab. Diese Route wird in der NFL häufig gegen Cover-2 eingesetzt oder in der Redzone gegen Cover-1, um den Safety nach außen zu locken.

Post (8): Funktioniert genauso wie die Corner Route, nur biegt der Receiver hier nach innen (in Richtung der Pfosten, „goal posts“, ab.

Go/ Fade (9): Bei dieser Route geht es nur um eins: Speed. Wenn der Receiver schneller als der Cornerback ist, kann er versuchen, mit full speed einfach durchzustarten und den Corner im 1:1 schlagen.

Außerdem: Hitch/ Hook: Der Receiver täuscht eine lange Route an, bleibt dann plötzlich stehen und dreht sich in Richtung des Quarterbacks um. Das erfordert eine hohe zeitliche Präzision zwischen Quarterback und Receiver, um den Verteidiger zu täuschen und die Chance zu haben, den Ball zu fangen.

Alle Routes im Video:

In den nächsten Wochen folgen noch mehr Beiträge zur Taktik, also schaut vorbei!

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Beitragsbild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bears_v_Packers_02.jpg

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