Allgemein Kolumnen

Was sich bei den Packers ändern muss

Die Saison der Packers ist gelaufen. Nach 14 Wochen. Nach acht aufeinanderfolgenden Jahren stehen wir zum ersten Mal wieder außerhalb der erfolgreichen Franchises.

Aaron Rodgers auf die Injured Reserve Liste zu setzen, war folglich die einzig richtige Entscheidung. Auch Davante Adams fällt für das Spiel gegen die Vikings aus – er befindet sich immer noch im Concussion Protocol. Ob er nicht gespielt hätte, wenn die Packers noch um die Playoffs mitspielen würden, darf zumindest bezweifelt werden. Dennoch ist es selbstverständlich die richtige Entscheidung.

Nun kann man auch getrost nach 14 Wochen bereits auf die Saison zurückschauen. Auch Coach Mike McCarthy wird, wie er in seiner PK diese Woche angekündigt hat, in den folgenden zwei Wochen alles auf den Prüfstand stellen, bewerten und gegebenenfalls Konsequenzen ziehen.

Wird Dom Capers gehen müssen?

Da stellt sich die Frage, was er tun wird. Nach der letzten Saison ohne Playoff-Teilnahme (also vor acht Jahren) musste der Defensive Coordinator gehen, 2014 wurde der Special Teams Coordinator gefeuert. Das sind die einzigen Entlassungen in dieser Ebene in seiner Trainerlaufbahn bei den Packers.

Doch hat diese Saison Folgen? Offensiv hat diese Saison wohl wenig Folgen, sowohl die Coaches der Running Backs, als auch der O-Line haben einen außergewöhnlichen Job gemacht angesichts der vielen Rookies bzw. Verletzungen. Auch der Rest wird wohl durch die offensichtliche Schwächung auf der Quarterback-Position gerettet sein.

Defensiv sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Hier ist die große Frage: Wird Dom Capers, wie viele fordern (mich eingeschlossen) endlich entlassen oder kann er sich noch irgendwie wieder retten? Es gab genügend Jahre mit einer schlechten Defense, trotz der McCarthy an Capers festgehalten hat. Dieses Mal sind die Stimmen, die seine Entlassung fordern, jedoch sehr viel zahlreicher und lauter.

Wer könnte ihn ersetzen?

Bei einer Entlassung muss auch immer der Nachfolger im Blickfeld stehen. Als heiße Option wird der DC der Bears, Vic Fangio gehandelt. Aus einer maximal mittelmäßig besetzten Defense hat er eine ordentliche Einheit gebildet und könnte mit dem Material, das er bei den Packers vorfindet, deutlich mehr bewirken. Die Spieler der Packers sind grundsätzlich wirklich gut, sie bilden nur keine erfolgreiche Einheit. Spieler wie Caseay Hayward oder auch Micah Hyde haben außergewöhnlich gute Jahre, wenn sie bei den Packers weg sind – ihre physischen Fähigkeiten haben sie aber nicht erst, seitdem sie aus Green Bay weggezogen sind.

Fangio steht im Mittelpunkt der Beobachtungen, insbesondere wenn Bears Head Coach John Fox nach der Saison nicht gehen gelassen wird oder ein anderer seinen Job übernimmt. Generell ist Green Bay aber eine tolle Anlaufstelle für Mitglieder des Coaching Staff: Man hat einen Arbeitsplatz bei einem erfolgreichen Team (auch wenn es vielleicht manchmal etwas kalt wird in Green Bay), man setzt in Green Bay stark auf Kontinuität und Vertrauen in die eigenen Leute (vielleicht manchmal etwas zu sehr) und auch wenn die Defense mal keinen so tollen Tag hat, auf der anderen Seite des Balles steht immer noch der talentierteste Quarterback aller Zeiten. Und wenn die Rams sich eine DC-Legende wie Wade Philips angeln können, dürfte das in Green Bay auch möglich sein. Einziges Problem: Nach der Saison dürften sich einige Franchises von ihren Head Coaches trennen und ein Head Coaching Angebot ist eben nochmal eine Stufe über einem Koordinator.

Special Teams

Die Special Teams haben sich dieses Jahr gemischt präsentiert: Durch die unverschuldeten Verletzungsausfälle in der Kicking Unit verpasste Kicker Mason Crosby einige Field Goals und Extrapunkte. Aus Punter Justin Vogel (undrafted Free Agent dieses Jahr) wurde ein guter und zuverlässiger Punter geformt. Trevor Davis und Jeff Janis haben teilweise gut, teilweise weniger gut ihre Jobs erledigt, ab und zu falsche Entscheidungen getroffen (Fair Catch an der 5, Durchlassen des Balles an der 15), aber auch wichtige Returns gebracht. Schwierig wurde die Arbeit der Unit vor allem durch nicht enden wollende Strafen überall auf dem Feld. Das muss sich nächstes Jahr definitiv ändern. So wie Tony Romo in einer Übertragung dieses Jahr sagte: Man will als Quarterback einfach an der 25 Yard Linie rausgehen und seinen Drive starten. Block-in-the-back Strafen ärgern einen, schon bevor man den Drive angefangen hat und sind so unnötig.

Jetzt gilt es nur noch, euch frohe Weihnachten zu wünschen!

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