Allgemein Offseason 2018 Season 2018 Training Camp

Wer schafft den Cut? So könnte das Roster der Packers am 1.9. aussehen! – Teil 2 mit der Defense

Am 1. September um 22 Uhr deutscher Zeit verkleinert sich die NFL um fast die Hälfte: Die Roster der 32 Teams werden von 90 Spielern auf 53 Spieler gekürzt. Pro Team bekommen jeweils noch zehn Spieler die Chance, sich im sogenannten Practice Squad zu beweisen und stehen den Teams für eine Aktivierung in den aktiven Kader zur Verfügung.

Jedes Team wirft also knapp ein Drittel der Spieler hinaus. Und während Spieler wie Davante Adams, Randall Cobb, Aaron Rodgers oder David Bakhtiari den Abend ganz entspannt verbringen können, hoffen andere – wie zum Beispiel Equanimeous St. Brown – inständig darauf, dass ihr Handy an dem Abend stumm bleibt und sie nicht zum General Manager Brian Gutekunst ins Büro gerufen werden. Ein Ritual, das man jedes Jahr bei „Hard Knocks“ sehen kann und das weder den GM’s, noch den Spielern irgendeine Freude bereitet.

Diese Woche ist es soweit, und deswegen habe ich mir Gedanken gemacht, wer denn den Sprung in den Kader schaffen könnte.

Zum Artikel über die Offense geht es hier.

Defense

Defensive Line (5)

Die vorderen drei der Defensive Line stehen für mich ganz klar fest: Mike Daniels, Kenny Clark und Muhammad Wilkerson sind drei exzellente Spieler, die jede O-Line das Fürchten lehren können. Wenn die drei gleichzeitig auf dem Feld stehen, kann sich jeder Gegner warm anziehen. Fast genauso wichtig wie die Starter sind in der D-Line aber die Rotationsspieler. Hier sehe ich zwei weitere Spieler mit guten Chancen: Montravius Adams und Dean Lowry. Zwar ist hier noch ein klarer Leistungsabfall erkennbar, aber der Drittrundenpick aus dem letzten Jahr und der Viertrundenpick aus dem vorletzten Jahr haben ihren Platz so gut wie sicher, denn hinter ihnen ist keiner, der ihnen auch nur ansatzweise gefährlich werden könnte.

Inside Linebacker (4)

Spannender wird die Geschichte bei den Linebackern. Allerdings weniger, wer es in den Kader schafft, als vielmehr, wer in Woche 1 gegen die Bears spielen wird.

Diese Woche zeigte General Manager Brian Gutekunst, dass er sein Versprechen, die besten 53 Mann im Kader haben zu wollen, ernst meint: Er tradete CB Lenzy Pipkins, einen Cornerback am Rande des Cuts, der es vermutlich in Green Bay sowieso nicht in den Kader geschafft hätte (da die Kadertiefe bei den Cornerbacks erstaunlich groß ist) für LB Antonio Morrison zu den Colts. Inside Linebacker ist nach der Verletzung von Drittrundenpick Oren Burks, bei dem unklar ist, ob er bis Woche 1 zurück ist, eine wirkliche „position of need“, in der jeder Spieler gut gebraucht werden kann. Außerdem bringt Morrison trotz seines jungen Alters eine Menge Football-Erfahrung ins Team mit. Er ist seit zwei Jahren in der Liga, hat bisher 31 von 32 Spielen absolviert und im letzten Jahr 109 Tackles verbuchen können. Im Duo mit Blake Martinez (der nach seiner ausgezeichneten Saison letztes Jahr sowieso gesetzt ist) dürfte er der Run-Stopper sein, da er zwar ausgezeichnet tacklen kann, aber seine Geschwindigkeit doch ein bisschen zu wünschen übrig lässt. Über 5 Sekunden bei seinem Pro Day sind für einen Linebacker unterirdisch, da er aber trotzdem in der vierten Runde gedraftet wurde, scheint das nicht sein tatsächliches Leistungsniveau zu sein – es gibt außerdem Gerüchte, dass er an dem Tag wohl die Grippe hatte. Jetzt geht es für ihn darum, bis zur ersten Woche den Gameplan und das komplette Defensiv-Playbook zu lernen…

Neben den drei bisher genannten Spielern schafft es meiner Meinung nach noch ein vierter Inside Linebacker ins Team: Ahmad Thomas hat Chancen, sich einen Rosterplatz zu ergattern.

Outside Linebacker (5)

Den Inside Linebackern habe ich einen Platz mehr als üblich zugestanden, den Outside Linebackern werde ich einen Platz weniger als traditionell bei den Packers vorhandene OLB zugestehen. Und auch hier wird es nicht einfach, fünf Spieler tatsächlich mit einem Kaderplatz zu „belohnen“:

Nick Perry und Clay Matthews sind als Starter gesetzt. Kyler Fackrell und Reggie Gilbert, der durch ein starkes Camp überzeugt hat, sehe ich ebenfalls als sicher im Roster. Dahinter entbrennt ein Kampf um den (bei mir) letzten Kaderplatz. Denn alle weiteren sind entweder halbwegs gute undrafted Free Agents oder gedraftete Spieler, die sich nicht besonders gut anstellen. Und so leid es mir für die UDFAs tut, aber der Viertrundenpick aus dem letzten Jahr, Vince Biegel, wird den Platz im Roster bekommen. Nicht unbedingt aufgrund seiner Leistungen, sondern eher weil er ein Draft Pick ist und Draft Picks viel teurer zu entlassen sind als undrafted Free Agents. Sollte Biegel aber auch dieses Jahr nicht überzeugen können (letztes Jahr hat er das ganze Camp mit einer Fußverletzung verpasst und wurde dann nur gegen Ende der Saison eingesetzt, im Camp dieses Jahr spielte er teilweise unterirdisch), würde das aber sein Ende in Green Bay und damit höchstwahrscheinlich in der NFL bedeuten.

Cornerbacks (5)

Warum nur so wenige Cornerbacks? Darauf gibt es zwei Antworten. Erstens hat sich hier ein Quintett aus Spielern klar von den anderen auf dieser Position abgesetzt. Zum anderen gebe ich den Safeties einen Platz mehr – wieso, erkläre ich später.

Das Quintett besteht aus Kevin King und Tramon Williams als Startern. Dahinter liegen Josh Jackson, Jaire Alexander und Davon House. Diese fünf haben sich ganz klar nach vorne gespielt und werden sicher den Sprung in den Kader schaffen. Von allen anderen wird man wohl versuchen, so viele wie möglich ins Practise Squad zu retten – das wird meiner Voraussage nach überdurchschnittlich mit Cornerbacks ausgestattet werden, denn die Verletzungshistorie der Packers in den letzten drei Jahren ist legendär.

Safeties (5)

Nun zur Erklärung für die Safeties: Vorne liegen als Starter ganz klar Kentrell Brice und HaHa Clinton-Dix, dahinter Jermaine Whitehead und Josh Jones, bei denen vor allem letzterer keine gute Figur im Training Camp und den Presesason-Spielen abgab und einige dicke Schnitzer zu verschulden hatte.

Auf der fünften und letzten Position wird es interessant: Hier sehe ich Quinten Rollins, ehemals Cornerback. Rollins spielte im bisherigen Camp sehr viele Snaps als Safety, was seinem „skill set“, also seinen Fähigkeiten eventuell besser entsprechen könnte. Rollins wird als schlauer Spieler beschrieben, der nie die falsche Entscheidung trifft und einen Schnitzer a là Josh Jones fabriziert. Dafür lässt seine Geschwindigkeit etwas zu wünschen übrig und damit hat er es gegen wahre Nummer-1-Receiver im Duell Mann gegen Mann an der Seitenlinie zuweilen sehr schwer. Einen so football-intelligenten Spieler zu verlieren wäre aber eine Verschwendung, deshalb satteln die Packers bei ihm wohl auf Safety um, weswegen ich ihm diesen Platz als fünfter Safety nur zu gerne zugestehe.

Special Teams (3)

In den Special Teams sind die Positionen des Punters in J.K. Scott und Kickers Mason Crosby klar besetzt. Der Zweikampf zwischen den Long Snappern Zach Triner und Hunter Bradley wird zwar nicht allzu viele interessieren, ist aber nach Aussage von Special Teams Coach Ron Zook sehr offen. Meiner Meinung nach hat am Ende der Draft Pick Hunter Bradley die Nase vorn.

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Damit ist das Team komplett und meine 53 Mann stehen fest. Die Vorhersage ist meine persönliche Meinung und spiegelt nicht die der gesamten Redaktion wider!

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