Allgemein Offseason 2018

Warum die Packers die Playoffs verpassen und warum sie den Super Bowl gewinnen

Die Packers starten mit ungewissen Vorzeichen in das neue Ligajahr. Die meisten Zahnräder der großen Maschinerie sind noch nicht geölt bzw. eingespielt und müssen erst noch zueinander finden. In der Offseason fand sowhl auf Spielerseite, als auch insbesondere bei den Coaches ein großer und notwendiger Umbruch statt. Daher wissen viele noch nicht so recht, was sie eigentlich von den Packers halten sollen.

Wenn die neuen Rädchen nicht zusammenspielen, wird für die Packers trotz Aaron Rodgers womöglich nicht viel mehr drin sein als dieses Jahr. Wie kann das passieren? Die Packers starten mit einer quasi neuen Cornerback-Gruppe: Von den Neuzugängen Tramon Williams, Jaire Alexander, Josh Jackson, Rückkehrer Davon House und dem in sein zweites Jahr kommenden Kevin King wird viel erwartet. Der im letzten Jahr schwache Pass Rush bleibt gleich und die Verantwortung liegt erneut bei Clay Matthews und Nick Perry (bei letzterem vor allem, unverletzt zu bleiben). Und in der Offensive weiß niemand, wer der zweite Outside Receiver neben Davante Adams sein wird. Darüber hinaus ist Aaron Jones auch noch für die ersten beiden extrem wichtigen Spiele gegen zwei Divisionsrivalen gesperrt.
Auf der Haben-Seite steht ganz besonders ein Mann: Aaron Rodgers. Von einer Verletzung zurückkehrend, spielt er mit dem berüchtigten „chip on the shoulder“. Und wenn Aaron Rodgers bis unter die Haarspitzen motiviert ist und auch noch ein riesengroßes Target in Jimmy Graham dazu bekommt, dann sieht es für gegnerische Defenses meistens gar nicht gut aus. Insbesondere gegen Minnesota, vermutlich die beiden wichtigsten Duelle im divisionsinternen Kampf um den sicheren Playoff-Platz an der Spitze der Division, wird Aaron Rodgers hochmotiviert sein – Anthony Barr von den Vikings hat ihm letztes Jahr bekanntlich das Schlüsselbein gebrochen. Daneben verspricht der Coaching Wechsel gutes: Neben Mike McCarthy, der Head Coach bleibt, kommen zwei neue Koordinatoren an seine Seite, bei denen die Zeichen auf Erfolg gestellt sind. Mit dem Offensive Coordinator Joe Philbin hatte man die besten offensiven Jahre mit Rodgers, bevor er selbst einen Head Coaching Job in Miami angeboten bekam, und der Defensive Coordinator Mike Pettine verspricht schon dadurch ein Heilsbringer zu sein, dass er nicht mit Vornamen Dom und mit Nachnamen Capers heißt. Darüber hinaus waren die Defenses auf seinen bisherigen Stationen stets vorne dabei – und in Cleveland ist er mit 5 Siegen gefühlt der erfolgreichste Trainer der letzten 10 Jahre. Dennoch entließ man ihn. Selbst Schuld. Weiterhin sind die Neuzugänge bei den Cornerbacks extrem vielversprechend und es kommen defensiv auch zwei Spieler dazu, die bisher noch gar nicht oder nur sporadisch zum Einsatz kamen: Linebacker Vince Biegel und DT Momtravius Adams. Ob die abliefern können, ist natürlich nicht garantiert, aber sie können mindestens in der Rotation weiterhelfen und zum Beispiel Clay Matthews frischer halten.
Was auch Mut macht: NFL Experten wie Tony Romo (der dieses Jahr den Super Bowl kommentieren wird) sagte einerseits, die Packers seien das „team to beat“ und wählte sie vor einigen Tagen glattweg mit den Jaguars in den Super Bowl. James Jones (der sicherlich die Packers-Brille ein klein wenig auf hat) prophezeite beim NFL Network den Packers auch noch einen 16-0 Record.
Gegen 19 Siege in einer Saison wird sicher kein Packers Fan etwas haben…

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