Allgemein Draft 2019 Kolumnen Markus

Warum der Fokus der Packers im Draft 2019 auf der Offensive Line liegen sollte

Dieser Beitrag ist von Markus, der neu im Autoren-Team der Packers Germany dabei ist und ab sofort für packerfans.de schreiben wird.

Der Draft 2019 ist für die Packers in mehreren Hinsichten interessant, es ist der erste Draft nach einer ganzen Saison als GM für Brian Gutekunst und ein Draft in dem es für die Packers darum geht die Weichen für die nahe Zukunft zu stellen. Denn Aaron Rodgers geht in den Herbst seiner Karriere und das letzte Jahr hat sicherlich allen gezeigt auch er ist nicht mehr der alles überragende bzw alles ausgleichende QB der er mal war. Auch er braucht inzwischen Hilfe und das nicht nur von der Defensive die sich letztes Jahr leicht verbessert hat, aber natürlich immer noch weit vom Niveau der 2010er SuperBowl gewinnenden Einheit entfernt ist.

Aber auch auf der anderen Seite des Balles muss es Verbesserungen geben und dort sollte gerade auf das Herzstück einer Offense geguckt werden, die Offensive Line, mit LT David Bakhtiari und C Corey Linsley ist ein Grundgerüst vorhanden, aber der Rest muss verbessert und erneuert werden. Besonders die OG Positionen haben letztes Jahr schlecht ausgesehen und RT Brian Bulaga ist in seinem letzten Vertragsjahr, von Verletzungen geplagt und teuer.

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Nun zum Draft 2019, die Klasse wurde von vielen als DIE Defensive Line Klasse der letzten Jahre bezeichnet. Ist sie das? Einzelne Scouts weichen inzwischen davon ab. Trotzdem ist die Tiefe der Klasse insbesondere auf der defensiven Seite nicht abzustreiten. Klingt doch erstmal gut für die Packers da sie dort im Grunde bis auf Cornerback auf jeder Position Bedarf haben. So weit so richtig, nur ist das richtige Weg um AR12 seinen zweiten Ring und die Lombardi Trophy wieder nach Hause zu holen? Sicherlich einen Top Edge Rusher zu finden ist selten und doch geht es auch anders wie Colts diese Saison eindrucksvoll bewiesen haben und das ist ein Beispiel dem die Packers folgen sollten. Mit den zwei Erstrundenpicks und Pick 44 sowie Pick 76 sollten mindestens zwei Beschützer für Aaron Rodgers geholt werden, dazu, wenn möglich, der TE TJ. Hockenson aus Iowa welcher als sehr guter Blocker und auch sehr guter Passempfänger gilt.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit die Defensive im Draft massiv zu verstärken, nur würden sich damit die Probleme in der Offensive nicht lösen und wie das endet hat Jacksonville diese Saison bewiesen. Eine bockstarke Defense mit einer schlechten Offensive wird nicht funktionieren, da ohne die Offensive die Defensive viel zu lang auf dem Feld bleiben muss, was zwangsläufig der gegnerischen Offensive in die Karten spielt.

Des weiteren muss auch in der eigenen Divison gedraftet werden und was ist das Markenzeichen der Rivalen aus Minnesota und Chicago? Richtig der starke Passrush, man wird den nicht nur mit der Oline neutralisieren können, dafür braucht es auch die richtige Taktik. Nur wird ohne eine sehr gute Oline die Ausführung der Taktik eingeschränkt und was passiert wenn Rodgers gegen diese Defensiven wieder viele Hits kassiert können sich alle Packer gut in Erinnerung rufen.

Ein weiterer Grund ist die Runningback Situation der Packers, Aaron Jones ist ein sehr guter Läufer und er kann auch mit einer weniger guten Oline arbeiten. Aber es gibt einen Grund warum er nur eine limitierte Anzahl an Läufen hat und der wird nicht nur Mike McCarthy gewesen sein. Trotz dessen bleibt es für jeden RB besser hinter einer starken Oline zu laufen und besonders wichtig ist dies für weniger gute und weniger autarke Läufer wie Jamal Williams. Dieser braucht besseres Blocking als Jones und um Jones Erfolg zu halten braucht es Williams oder einen weiteren RB damit Jones seine benötigten Pausen bekommt und sich nicht totläuft.   

Dieser Text stellt meine eigene Meinung dar und wurde vor Beginn der Free Agency verfasst.

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