Allgemein Kolumnen

Von Draft zu Draft – Eine Saison mit den Packers

In dieser Offseason hat sich bereits eine Menge getan und die Packers sind aktiver als sonst. Zeit sich einmal mit der Entwicklung der letzten Wochen zu beschäftigen und ein erstes Fazit zu ziehen.

Alles auf Anfang
Der Kollege Barschlamperich hat in seiner letzten Kolumne „Gedanken an der Packers Bar“ bereits auf das Coaches Frühstück der NFL Bezug genommen und sich verwundert über den offenen Wettkampf der Quarterbacks gezeigt.

Wenn McCarthy sagt, dass die Offseason so angegangen wird, als wäre es die eines neuen Headcoaches, dann ist es meiner Meinung nach auch nur konsequent, genau so zu handeln. Was passiert, wenn ein neuer Headcoach kommt? Richtig, alles beginnt bei null. Dies bedeutet auch, dass alle die gleiche Chance bekommen und sich für die kommende Saison empfehlen können – auch Brett Hundley. Ehrlich, ich schlafe auch besser, seitdem wir DeShone Kizer verpflichtet haben. Ich hoffe inständig, dass ich nie wieder mit zittrigen Händen in die Chipstüte greifen und mich krampfhaft an meinem Kaltgetränk festhalten muss, wie ich es bei Hundley getan habe.

Es geht nicht anders. Wenn die Coaches authentisch bleiben wollen, müssen sie so handeln. Eine Chance muss für jeden Spieler vorhanden sein, sonst haut sich keiner rein. Wir leben doch alle den Traum vom nächsten Super Bowl!

Nelson als Fingerzeig

Als die Meldung über Nelsons Entlassung über den Ticker lief, war ich erst erstaunt und musste sodann direkt in die Tischkante beißen. Nein, nicht Jordy Nelson, dachte ich. Als die ersten Emotionen abgeklungen waren und ich mich mit einer Gerstensaftkaltschale etwas beruhigt hatte, war mir klar: Es bewegt sich etwas. Wenn wir wirklich einen Neuanfang machen wollen, dann kommt man nicht umher, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Nelsons Entlassung zeigt, keiner kann sich sicher sein, dass er morgen noch einen Vertrag hat. Setzt man einen verdienten Veteranen vor die Tür, ist das ein deutlicher Fingerzeig, wohin die Reise geht – wir wollen maximalen Erfolg! Ich befürchte aber kein Klima der Angst. Jeder muss sich hinterfragen, ob er den neuen Weg mitgehen möchte! Möchte ich meinen Beitrag leisten und mich den neuen Herausforderungen stellen? Ich erwarte ein klares „Ja“ aller Beteiligten.

Es ist gut, wenn bestehende Strukturen hinterfragt werden. Keiner von uns möchte eine erneute Saison ohne Teilnahme an den Play Offs. Kann ich gut drauf verzichten. Aber ehrlich, unseren Jordy hätte man nicht entlassen müssen. Schnief!

Brian Gutekunst

Es ist ordentlich was los unter unserem neuen General Manager. Für unsere Verhältnisse ist die Offseason recht bewegt. Auf mich wirkt das alles dennoch recht besonnen, ohne Hektik, aber dennoch konsequent. Ich habe ein gutes Gefühl. Brian Gutekunst macht auf mich den Eindruck, als wüsste er, wohin unser Weg führen soll. Wir sollten Brian mal machen lassen, ihm vertrauen, auch wenn uns manche Entscheidung nicht direkt verständlich ist. Ich vertraue ihm.

Fazit

Wenn wir die Offseason wirklich so angehen wollen, als sei es die eines neuen Headcoaches, können wir das nicht mit angezogener Handbremse machen. Entweder machen wir ernst oder lassen es gleich ganz bleiben. Ich für meinen Teil bevorzuge volle Pulle voraus und wünsche mir nichts sehnlicher, als dass am Ende die Lombardi Trophy wieder in unserem Schrank steht. Sie gehört nirgendwo anders hin! Bei uns ist sie zu Hause! Nur bei uns fühlt sie sich richtig wohl! Hört Ihr sie rufen? „Ich will heim, heim zu meinen Packers!“

Das soll es für heute gewesen sein. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

Hierbei handelt es sich ausschließlich um DocHopfen’s Meinung. Diese steht nicht für einzelne Mitglieder oder die komplette Packers Germany-Redaktion. Für Fragen und Anregungen stehe ich Euch gerne auf Twitter unter @DocHopfen zur Verfügung.

Euer Doc

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