Allgemein Offseason 2019 Rückschau

Tight Ends ’18 – Rückblick auf die Positionsgruppen

In unserer Rückschau auf die vergangene Saison schauen wir uns die einzelnen Positionsgruppen noch einmal im Detail an.

In die Tight Ends wurden in der Saison 2018 große Erwartungen gesteckt: Mit Jimmy Graham wurde der größte Free Agent in diese Positionsgruppe geholt und darüber hinaus auch noch Marcedes Lewis verpflichtet. Mit Lance Kendricks als dem dritten im Bunde war die Gruppe eigentlich stark aufgestellt, und als zukünftiges Talent hatten die Packers auch noch Robert Tonyan im Roster.

Ich könnte mich jetzt hier sehr kurz fassen: Die Gruppe hat die Erwartungen ganz klar nicht erfüllt. Ende des Artikels.

Schauen wir uns mal die Statistiken nach der Reihe an. Jimmy Graham wurde vor allem als Redzone-Waffe geholt. Sein Spielertyp entspricht mehr einem großen, kräftigen Wide Receiver und nicht dem klassischen Tight End, der fangen, aber auch blocken kann. Viele hielten ihn als einen Ersatz für Jordy Nelson, der in den letzten Jahren und mit zunehmendem Alter schwächer wurde, aber durch die Verbindung zu Rodgers immer noch zuverlässig Touchdowns erzielen konnte.

Nun, Graham seinerseits hat im Jahr 2018 ganze zwei Touchdowns erzielt. Damit bleibt er hinter jeglichen Erwartungen zurück.

Graham brach sich im Spiel gegen die Seahawks den Daumen, spielte aber trotzdem in den folgenden Wochen weiter. Das muss man ihm anrechnen, aber vielleicht wäre es auch einfach besser gewesen, diese Verletzung auszusitzen.

Denn in der ganzen Saison fing Graham den Ball nie öfter als 8 Mal pro Spiel. Seine beste Saisonleistung hatte er beim 33-30 Sieg gegen die 49ers, als er 5 Receptions für 104 Yards hatte. Insgesamt erzielte er in der Saison 55 Receptions für 636 Yards, was zunächst nicht besonders schlecht klingt. Es entspricht aber auf keinen Fall den hohen Erwartungen, die in ihn gesteckt wurden.

Deshalb kamen auch in letzter Zeit Diskussionen auf, Graham zu cutten. Eine Entlassung vor Mitte März (dann wird ein Roster Bonus von $5.3 Mio fällig) hätte den Packers viel Geld gespart, allerdings auch zu einem monströsen Dead Cap von über $7 Mio geführt. Die Diskussionen, einen Spieler mit einem 3-Jahres-Vertrag von $30 Mio zu cutten, sagen aber schon einiges aus.

Es scheint aber so, als würden die Packers Graham noch eine zweite Chance geben: Nach Informationen von Ian Rapoport werden die Packers Graham nicht cutten. Er bleibt damit noch mindestens ein weiteres Jahr bei den Packers und würde, sollte er nach der Saison entlassen werden, noch für einen Dead Cap von $3.6 Mio sorgen – eine Zahl die deutlich einfacher verkraftbar ist.

Kommen wir zum zweiten Spieler: Marcedes Lewis. Lewis war vor allem als Run Blocker geholt worden, er sollte die O-Line unterstützen, aber gleichzeitig auch noch ab und zu als Waffe im Passspiel dienen. In Bezug darauf war seine Saisonleistung unterirdisch: In der ganzen Saison fing er 3 Bälle für 39 Yards. Da hätte man auch einen zusätzlichen O-Liner auf das Feld stellen können, das wäre sicher effektiver gewesen. Lewis’ Kontrakt läuft aus und eine Rückkehr von ihm gilt als sehr unwahrscheinlich.

Als nächstes an der Reihe: Lance Kendricks. Kendricks verdiente ungefähr so viel wie Lewis, hatte am Ende der Saison immerhin 19 Receptions für 170 Yards und einen Touchdown. Seine mangelnde Geschwindigkeit auf dem Feld machten ihn zwar nicht zu einer deep threat, aber seine Saisonleistung lässt sich trotzdem noch als “in Ordnung” einstufen. Auch Kendricks wird nach der Saison vermutlich nicht zurückkehren, denn auch sein Vertrag läuft aus.

Last but not least, Robert Tonyan. Tonyan ist eine vielversprechende Option auf der Position, denn er hat gezeigt, dass er ein dynamischer Spieler ist, der auch mal tiefe Routen laufen kann. Tonyan fing zwar nur 4 Bälle für 77 Yards, er stand aber auch nur in 5 Spielen überhaupt im Team. Besonders spektakulär: Sein 54-Yard Touchdown aus dem Spiel gegen die Seahawks. (hier im Video) Tonyan ist ein guter Spieler auf den hinteren Plätzen des Rosters.

GM Brian Gutekunst wird auf dieser Position in der Offseason einiges zu tun haben.

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