Allgemein Offseason 2018

Thompson und Capers raus: frischer Wind bei den Packers?

Die noch frische Offseason beginnt bei den Green Bay Packers gleich mit zwei Krachern: Nach Defensive Coordinator Dom Capers muss nun auch General Manager Ted Thompson seinen Hut nehmen – zumindest was das aktive Handeln angeht. Seit 2005, dem Jahr als die Packers Aaron Rodgers gedraftet haben, war Thompson mit für die Zusammenstellung des Kaders verantwortlich. Nun soll ein neuer Job bei den Packers für den 64-Jährigen gefunden werden. Heißt nichts anderes als: Man versucht, die Degradierung für beide Seiten gut aussehen zu lassen.

Tatsächlich hat Thompson bei seiner Personalauswahl zu selten das grün-goldene Händchen gehabt. Insbesondere offensichtliche Lücken im Kader der Packers konnte der GM in den wenigsten Fällen mit adäquaten Free Agents besetzen. Trotz einer starken Offense, trotz Aaron Rodgers (und zuvor Brett Favre) standen die Käseköpfe in den vergangenen zehn Jahren nur einmal im Super Bowl, den sie 2011 gewannen. Eine Mannschaftszusammenstellung, die in der NFL über einen längeren Zeitraum dominieren kann (siehe Patriots), ist dem Packers Staff um Thompson nicht gelungen.

Und spätestens nach dem diesjährigen Abschneiden der Packers Defense war die Trennung von Capers alternativlos.

Die große Frage wird sein: Was machen die Packers nun aus dieser für sie ungewohnten Situation, gleich zwei wichtige Positionen im Staff neu besetzen zu müssen? Thompson war seit 2005 am Ruder, Capers leitete die Defense immerhin für neun Jahre. Die Franchise schneidet alte Zöpfe ab und braucht frischen Wind. Eine Situation, die Vor- und Nachteile hat. Das große, wenn möglich homogene Gefüge eine Footballteams mit seinem Front Office, ist grundsätzlich auf personelle Homogenität ausgelegt. Absprachen sind verlösslich, Handlungsweisen bekannt. Aber eben das führte, wie bei Capers und Thompson gesehen, zu wenig neuem Input. Jeder, der nun kommt, muss sich also erst einmal in die Materie einarbeiten, die Verbindung zum Team, im Team und zwischen Team und Front Office (der GM) aufbauen.

Da dringend neue Impulse nötig sind, wäre eine externe Lösung wohl das beste für die Packers. Nur gibt es eben keine Garantie, dass dieser Externe am Ende auch tatsächlich passt. Deshalb setzen die Packers womöglich in beiden Fällen auf eine interne Lösung. In Sachen GM sollen Russ Ball, Brian Gutekunst, Alonzo Highsmith und Eliot Wolf durchaus geeignete und aussichtsreiche Kandidaten sein. Fakt ist aber: Auch sie schmoren seit Jahren im Packers-Saft.

In Sachen Defensive Coordinator soll Headcoach Mike McCarthy ebenfalls eine interne Lösung favorisieren. Als externer Kandidat kursiert hier vor allem der Name Vic Fangio (zuletzt Defensive Coordinator bei den Bears).

Wie auch immer sich die Packers entscheiden: Ob die Neuen direkt funktionieren ist nicht garantiert. Überhaupt sollte man sich in Wisconsin gut überlegen, ob man auf frische Kräfte von außerhalb setzt. Wenn schon ein Umbruch, dann auch richtig.

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