Allgemein Draft 2018 Offseason 2018

Nikxx‘ Mock Draft 1.0

Der Scouting Combine ist vorbei und damit auch das letzte offizielle Event, um die Spieler zu beobachten und zu bewerten. Außer den College-Pro Days werden die Spieler für uns wenig Veränderung bringen, weshalb sich nun eine erste Einschätzung der College-Athleten lohnt. Deshalb habe ich mich mal hingesetzt und habe einen Mock Draft erstellt.

Was ist ein Mock Draft?

Der Begriff Mock Draft beschreibt eine Draftvorhersage. Man versucht, die Picks der Teams vorherzusagen. Die Mock Drafts basieren auf der offiziell von der NFL veröffentlichten Draftreihenfolge, wobei es auch möglich ist, einen Mock Trade, also eine Tradevorhersage, zu tätigen und Picks zu verändern.

Nikxx‘ Mock Draft 1.0 (Stand 05.03.)

Vorweg möchte ich darauf hinweisen, dass ich keine Zeit habe, mich mit allen Teams und allen Positionen so gut zu beschäftigen, wie man es eigentlich sollte, um einen Mock Draft zu erstellen. Eigentlich ist mein Mock schlichtweg zum Spaß entstanden, ich möchte euch hier aber daran teilhaben lassen. Mein Mock Draft bezieht sich nur auf die erste Runde und beinhaltet mögliche Mock Trades.

#01 Cleveland Browns: Sam Darnold, Quarterback, USC

Josh Rosen betonte relativ eindeutig, dass er nicht zu den Browns möchte. So viele Quarterbacks sind dort schon untergegangen. Also nehmen die Browns sich den meiner Meinung nach zweitbesten Quarterback im Draft – Sam Darnold. Er hat das Potential, etwas ganz großes zu werden, und ist definitiv neben Josh Rosen der Quarterback, der direkt starten könnte. Geht man davon aus, dass Kizer sich nicht besonders steigert, wird er das wohl auch von Beginn an.

#02 New York Giants: Saquon Barkley, Runningback, Penn State

Die Giants haben eine schwierige Entscheidunge zu treffen. Man könnte jetzt den Quarterback der Zukunft draften oder man verstärkt den Rest des Teams sofort und versucht, noch 1-2 Jahre mit Manning weiterzumachen, ehe man den neuen Zukunfts-Quarterback draftet. Ich denke, dass Eli wieder mehr aus sich rauskommt, wenn man ihm einen fähigen Runningback zur Seite stellt. Mit einem starken Team um sich herum und einem Top-Runningback hat es sogar Blake Bortles fast in den Superbowl geschafft. Der einzige logische Pick an 2, um dieses Ziel zu erreichen, ist Saquon Barkley.

#03 Indianapolis Colts: Bradley Chubb, Defensive End, NC State

Wenn die Colts eines brauchen, dann ist es einen starken Edge Rusher. Auf dem Zettel der Colts könnte Barkley auf derselben Höhe stehen, denn auch im Runninggame haben sie extreme Needs, spätestens nachdem Frank Gore sie jetzt verlässt. Da die Giants ihnen aber die Entscheidung abnehmen werden, welchen der beiden Spieler sie picken sollen, gehen sie an dritter Stelle des Drafts mit Bradley Chubb.

#04 Cleveland Browns: Minkah Fitzpatrick, Defensive Back, Alabama

Hier habe ich viel über mögliche Trades nachgedacht. Die Bills sind ein möglicher Kandidat. Sie haben zwar einen weiten Weg, haben aber allein dieses Jahr 2 Firstrounder und 2 Secondrounder, mit denen sie spielen könnten. Die Cardinals sind ebenfalls ein Kandidat, aber auch hier ist der Weg nicht kurz und sie brauchen ihre Picks. Da die Browns mit Fitzpatrick den Top-Defensive Back (er kann in der Secondary nahezu alles spielen) draften können, werden sie den Pick auch nicht verschenken und eben diesen nehmen.

#05 Denver Broncos: Josh Rosen, Quarterback, UCLA

Mit großer Überraschung fällt der zweite Quarterback bis an den 5. Platz des Drafts. Sie holen sich den nach Expertenmeinung besten Passer im Draft. Er ist der Spieler, der wohl als erstes zum Starter werden könnte. Im Rennen um Cousins sind die Broncos aus Capmangel wohl aus dem Spiel, man munkelt, sie seien derzeit an Keenum dran. Sie können Rosen also in Ruhe im ersten Jahr aufbauen und dann während oder nach der Saison den Quarterback ihrer Zukunft ins Spiel einführen und müssen ihn nicht verbrennen wie Siemian und Lynch.

#06 New York Jets: Quenton Nelson, Offensive Guard, Notre Dame

In diesem Szenario gewinnen die New York Jets das Rennen um den viel umworbenen Kirk Cousins. Die Jets könnten zwar auch neue Waffen für Cousins gebrauchen, aber weder die Wide Receiver noch die Tight Ends sind meiner Meinung nach eine Wahl für die ersten Picks. Wie auch Cleveland an 4 könnten sie ihren Pick traden, sie werden sich aber um die Gesundheit ihrer neuen Verpflichtung kümmern und stellen ihm einen Top-Guard an die Seite. Den 6. Pick des Drafts nutzen die Jets also für Quenton Nelson.

#07 Tampa Bay Buccaneers: Marcus Davenport, Edge Rusher, UTSA

Die Buccs brauchen definitiv Pass Rush. Sollte Nelson an die 7 fallen, werden sie dort bestimmt nicht zögern und Winston besser schützen. Da die Jets diesen aber gezogen haben, arbeiten sie an ersterem. Da der wohl beste Edge Rusher Bradley Chubb bereits an 3 das Board verlassen hat, ist Marcus Davenport die nächste Wahl. Davenport kann dank seiner Athletik neben dem 4-3-Defensive End, als welchen die Bucs ihn wohl einsetzen werden, auch als 3-4-Outside Linebacker auf dem Feld stehen, weshalb es mich ein bisschen traurig macht, dass er den Packers nicht mehr zur Verfügung stehen wird, aber für die Bucs wird er definitiv eine Verstärkung sein.

#08 Chicago Bears: Denzel Ward, Cornerback, Ohio State

Die Bears haben ein ähnliches Problem wie die Packers: Die Pass-Defense funktioniert nicht. Mögliche Optionen wie bei den Packers: Pass Rusher oder Cornerbacks. Mit Chubb und Davenport sind schon zwei Edge-Spieler aus dem Rennen. Die Wahl steht also zwischen einem nicht ganz so starken Edge Rusher, dem Top-Cornerback oder einer Notfalllösung. Wie könnte die aussehen? Tremaine Edmunds ist eigentlich eher ein 3-4-Inside Linebacker, er hat aber in seiner College-Zeit auch oft genug bewiesen, dass er Edge spielen kann. Aufgrund seines starken Combines tendiere ich persönlich hier aber zu Denzel Ward, wenn auch Edmunds ebenfalls einen unglaublichen guten Combine abgeliefert hat.

#09 San Francisco 49ers: Tremaine Edmunds, Linebacker, Virginia Tech

Der eben schon angesprochene Tremaine Edmunds ist an dieser Stelle der „Best Player Available“. Und was macht man, wenn der beste noch vorhandene Spieler des Drafts auf eine Need-Position fällt? Richtig, man pickt ihn! Und deshalb werden die Niners nicht lange zögern und ihren Erstrundenpick für Edmunds verwenden.

#10 Oakland Raiders: Roquan Smith, Linebacker, Georgia

Hätten die Raiders den Coin Toss gegen die 49ers gewonnen, dann würde meine Pick-Reihenfolge sich höchstwahrscheinlich nicht verändern. Auch die Raiders brauchen einen Linebacker und hätten bestimmt sehr gerne Edmunds geholt. So bleibt ihnen aber immer noch der unglaublich starke Bulldogs-Linebacker Roquan Smith. Der Spieler vom College-Team „mit dem G“ hat mit 14 Tackles for Loss und 6.5 Sacks definitiv auf sich aufmerksam gemacht.

#11 Miami Dolphins: Joshua Jackson, Cornerback, Iowa

An der elften Stelle sind überraschenderweise immer noch 3 der Top-5-Quarterbacks vorhanden. Da man mit Tannehill eigentlich nicht zu 100% zufrieden sein kann, könnte man hier drüber nachdenken, sein Glück in die Hand zu nehmen und einen Nachfolger zu draften. Die Phins haben aber klar gesagt, dass Tannehill „our guy“ ist und deshalb werden sie weiter an ihren Needs arbeiten, auf die sie gescoutet haben. Nach einem eher schwächeren Combine fiel Josh Jackson bei mir hinter Denzel Ward, weshalb die Dolphins hier den möglicherweise besten Cornerback picken.

#12 Cincinatti Bengals: Mike McGlinchey, Offensive Tackle, Notre Dame

Auch bei den Bengals wird wieder und wieder spekuliert, dass Dalton eigentlich nicht das leistet, was man von ihm erwartet. Man muss aber auch sagen, dass er in den letzten 2 Jahren echt kein angenehmes Umfeld hatte. Löchrige OLine, keine Waffen. Der 40 Yard-Dash-Rekordhalter John Ross hat verletzungsbedingt nur ein einziges Mal Yards aufs Board gebracht – und selbst da ist er gelaufen und hat keinen Pass gefangen. Man arbeitet hier an den Problemen und da bei den Receivern (wie bereits angesprochen) nicht die Top-Spieler zu finden sind, setzt man auf OLine. Auch der zweitbeste OLine-Spieler kommt von den Fighting Irish und so geht McGlinchey zu den Bengals.

#13 Washington Redskins: Vita Vea, Defensive Tackle, Washington

Da die Redskins nicht ahnen konnten, dass auch nur einer der Top-Quarterbacks bis zu ihnen fällt, haben sie sich schon um den Abgang von Kirk Cousins gekümmert und Alex Smith von den Chiefs ertradet. Wie auch die Bengals könnten sie einen Receiver draften, mit Vita Vea picken sie aber das genau gegenteilige Kaliber: Dicker schwerer Nose Tackle! Trotz seines Gewichts lief er einen beeindrucken 40 Yard-Dash und ist allgemein unglaublich athletisch. Er wird definitiv die Löcher der Redskins stopfen und sowohl gegen den Run, als auch im Pass Rush behilflich sein.

#14 TRADE Buffalo Bills: Josh Allen, Quarterback, Wyoming

Die Cardinals picken an 15 und nach dem Abgang von Carson Palmer ist hier ein Pick der übrig gebliebenen Top-Quarterbacks sehr wahrscheinlich. Deshalb werden die Bills, die mit Tyrod Taylor keinen Franchise-Quarterback der Zukunft gefunden haben, ihre beiden Firstrounder in die Hand nehmen und fragen, wer sie haben will. Die Packers waren unter Ted Thompson dafür bekannt, runterzutraden, und trotz 12 Picks im diesjährigen Draft wird auch Gutekunst sich die Möglichkeit, in seinem ersten Jahr zwei Firstrounder zu haben, nicht entgehen lassen. Die Bills kommen also vor den Cardinals an die Reihe und picken den „Mann mit dem Arm“ – Josh Allen. Im Combine hat er unbeeindruckt mal eben 70 Yards-Pässe auf ihm unbekannte Receiver geworfen – kann man mal machen. So unakkurat wie seine Stats es hergeben, ist er meiner Meinung nach auch nicht und mit seinem Arm und seiner Quickness in den Beinen, mit denen er öfter mal Spielzüge verlängert, erinnert mich mein Lieblingsquarterback im diesjährigen Draft an unseren Aaron Rodgers. Und deshalb geht er auch mit dem eigentlich Packers-Pick an 14 zu den Bills!

#15 Arizona Cardinals: Baker Mayfield, Quarterback, Oklahoma

Der Quarterback mit der besten Completion Percentage der Top-Quarterbacks in diesem Jahr (~70%) geht trotzdem als letzter der passstarken Quarterbacks. Wieso? Schwer zu sagen. Ich persönlich mag ihn als Spieler nicht besonders und schon nach seinem Auftritt im Senior Bowl mochte ich ihn nicht wirklich. Die Cardinals brauchen definitiv einen Nachfolger für Palmer und könnten mit Mayfield hier den Steal des Drafts haben.
Background-Information zum Senior Bowl: Mayfields Mutter lag währenddessen im Krankenhaus. Davon wohl sehr bedrückt spielte er einen schlechten Senior Bowl. Dass ein Quarterback unter Druck und privatem Stress nicht mehr performt, gefällt vielen GMs nicht. Dass er der Onfield-Reporterin noch ein Interview in der zweiten Halbzeit versprach, dann aber in der Halbzeitpause kommentarlos verschwand, um zu seiner Mutter ins Krankenhaus zu gehen, ist ansich zwar verständlich, aber in der Art und Weise definitiv nicht die feine englische Art.

#16 Baltimore Ravens: Calvin Ridley, Wide Receiver, Alabama

Die Ravens haben zwar auch so ihre Probleme, nachdem der Top-Offensive Tackle mit McGlinchey aber weg ist, können sie nur noch bei einem Need den Top-Spieler draften – und deshalb tun sie das auch. Mit Calvin Ridley bekommen sie den meiner Meinung nach stärksten Wide Receiver im Draft und stärken dem schwächelnden Joe Flacco den Rücken.

#17 Los Angeles Chargers: Derwin James, Safety, Florida State

Nach seinem starken Combine überrascht es mich selbst ein wenig, dass ich nicht weiter vorne einen Platz für James gefunden habe. Ein möglicher Platz wären die Bengals an 12 gewesen, jedoch gehe ich da wie bereits gesagt mit einem Tackle, um Dalton zu unterstützen. Mit Derwin James füllen die Chargers nicht nur einen ihrer Needs, sie hätten definitiv einen starken Spieler gepickt, der in einem Draft mit einer normalen Quarterback-Draftclass definitiv nicht an 17 zu bekommen ist.

#18 Seattle Seahawks: Kolton Miller, Offensive Tackle, UCLA

Schon ewig ist die Offensive Line ein Problem der Seahawks. In der letzten Saison hat das in Verbindung mit vielen Verletzungen in der Defense ihnen die Playoffs gekostet. Russel Wilsons liefert weiterhin ab, kommt aber einfach nicht weiter ohne entsprechend beschützt zu werden. Die Seahawks scheinen sich zwar zu weigern, OLine in der ersten Runde zu draften, weshalb es wahrscheinlicher ist, dass sie in der Defense nachrüsten (Sollte James bis an 18 fallen, wäre das bestimmt der Pick der Hawks), ich sehe aber mit Kolton Miller einen extrem starken Tackle als am besten für die Hawks an.

#19 Dallas Cowboys: Da’Ron Payne, Defensive Tackle, Alabama

Neben der Oline, die sie vor zwei Jahren noch in die Playoffs beförderte, haben die Cowboys definitiv Probleme in der Defense. Ein bisschen agiler und schneller als Vita Vea, dafür nicht so massig und kräftig, hatte ich Maurice Hurst ursprünglich bei den Cowboys. Bei den medizinischen Untersuchungen des Combine fielen bei Hurst jedoch Herzprobleme auf, weshalb er beim Combine heim geschickt wurde und in der kommenden Woche weitere Untersuchungen durchlaufen wird. Das könnte ihn im Draft fallen lassen, weshalb ich ihn auch erstmal vom Board genommen habe, bis hier weiteres geklärt ist. Trotzdem rüsten die Cowboys an der DLine nach und nehmen den nicht wirklich schlechteren Defensive Tackle Da’Ron Payne.

#20 Detroit Lions: Sam Hubbard, Edge Rusher, Ohio State

Die Lions haben diese Saison zwei Needs, die sie unbedingt füllen müssen: Runningbacks und Edge Rusher. In meinen Tape-Scoutings war ich mir eigentlich recht sicher, dass Hubbard mir zu langsam ist, um neben dem 4-3-Defensive End auch als 3-4-Outside Linebacker auflaufen zu können, beim Combine hat Hubbard mich aber überzeugt, dass ich ihn doch als Edge Rusher in mein Board einsortieren kann und er nicht reiner Defensive End wird. Ist aber auch egal, denn die Lions suchen eigentlich genau ihn. Die Runningback-Klasse dieses Jahr ist (von Barkley abgesehen) nicht stark genug, um den Firstrounder dafür auszugeben und von Chubb und Davenport abgesehen, ist er der sicherste Pick als Edge Rusher, der noch im Draft ist.

#21 & 22 Green Bay Packers: Mike Hughes, Cornerback, UCF – Arden Key, Edge Rusher, LSU

Die Packers haben zwei klare Needs: Edge Rusher und Cornerbacks. Dank des lukrativen Trades mit den Bills hat Gutekunst hier zwei Picks in Reihe und kann beide Needs in der ersten Runde adressieren. Die genaue Reihenfolge ist zwar egal, als erstes würde ich hier aber Mike Hughes wählen, da er für mich der sichere Spieler ist. Mit ihm pickt man einen soliden Cornerback, der uns auf jeden Fall weiterhelfen wird und auch schon diese Saison kann.
Da mein Lieblingsspieler im diesjährigen Draft schon an 7 ging, empfinde ich den Downtrade als das Beste, was uns passieren kann. Nachdem Hubbard sich im Combine für mich wieder zur Alternative als 3-4-Outside Linebacker entwickelte, haben wir eigentlich nur diese Möglichkeit verloren, um unsere Outside Linebacker-Position zu verstärken, um Clay Matthews nach innen schieben zu können. Mit Arden Key geht man aufgrund unbekannter „Off the field“-Probleme zwar ein gewisses Risiko ein, er sagte beim Combine jedoch, er habe den GMs hier die Wahrheit über seine mysteriöse Auszeit (und seine übergewichtige Wiederkehr) erzählt und deshalb ist es schwer, ihn als Außenstehender einzuschätzen. Ich würde das Risiko eingehen, denn mit Arden Key bekommt man einen Edge Rusher, der auf ähnlichem Niveau spielt wie Davenport – und das an 21/22! Da ich kein großer Fan von Harold Landry bin (mehr dazu gleich), ist das hier auch mein Wunschpick.

#23 Los Angeles Rams: Harold Landry, Edge Rusher, Boston

Und da haben wir ihn auch schon. Die Rams müssen ihre Defense verstärken und da geht es ebenfalls an die Edge Rusher. Harold Landry hat einen höchst beeindruckenden Combine abgeliefert, aber das bestätigt eigentlich nur meine Gedanken nach dem Scouting. All seine Stärke resultiert aus seiner Geschwindigkeit und Athletik abseits des Gegenspielers. Kommt er aber an einen gescheiten Blocker, so ist er schnell auch mal machtlos und hat ein ganzes Spiel lang keinen Impact. Wie es auch sei, er ist der letzte Edge Rusher, der Erstrundenpotential hat. Da die Rams einen brauchen, geht er an Stelle 23 von Bord.

#24 Carolina Panthers: Christian Kirk, Wide Receiver, Texas A&M

Die Panthers brauchen als aller erstes Waffen für Cam Newton. Nachdem die Panthers letztes Jahr Ted Ginn Jr. gehen lassen haben, war das Passing Game echt zu schwach und alles musste über den Lauf oder Kurzpässe zum Runningback gelöst werden. Einzig Tight End Greg Olsen ist wie erwartet ein guter Catcher. Mit Christian Kirk rüstet man einen Slot-Receiver nach, der sofort starten und Carolinas Offense definitiv besser machen wird.

#25 Tennessee Titans: Lamar Jackson, Quarterback, Louisville

Mit Marcus Mariota wird man in Tennessee einfach nicht glücklich. Mehr schlecht als recht hat er letzte Saison sogar mehr Interceptions als Touchdowns geworfen. Es wird spekuliert, ob Mariota in der neuen Offense mehr selbst laufen soll, da passt ein Spieler wie Lamar Jackson perfekt ins Bild. Ein Running-Quarterback wie er im Buche steht, kann hinter Mariota heranwachsen und passt perfekt ins neue Scheme der Titans.

#26 Atlanta Falcons: Billy Price, Center, Ohio State

Die Falcons müssen ihren Quarterback besser beschützen und ihr Runninggame, das sie in den Superbowl aber dann um den Titel gebracht hat, mehr unterstützen. Die Rusher haben sie, jetzt brauchen sie Unterstützung in der Line, die ihnen den Weg freiblockt. Ursprünglich ist Billy Price Center, er kann aber auch Offensive Guard spielen und füllt diese Position definitiv ebenfalls sehr stark. Mit Isaiah Wynn konkurriert er mMn um den Platz des zweitbesten Guards im Draft. Da er als Center aber nochmal besser ist und spätestens da Wynn übertrumpft, gehen die Falcons mit Price.

#27 New Orleans Saints: Rashaan Evans, Linebacker, Alabama

Nachdem zwei Linebacker schon in den Top10 gingen, waren die Teams, die dringend Inside Linebacker brauchten, dann auch erstmal aus dem Rennen, was dazu führt, dass Evans trotz starker Leistungen etwas im Draft fällt. Die Saints haben keine wirklichen Needs in ihrem Team, weshalb sie sich daran setzen können, ihre durchschnittlich besetzten Positionen, die es sicher in jedem NFL-Team gibt, nochmal zu upgraden. Mit Evans holen sie definitiv eine Verstärkung und einen Spieler, der vom Wert her auch eine Eins an erster Stelle der Draftposition stehen haben könnte.

#28: Pittsburgh Steelers: Leighton Vander Esch, Linebacker, Boise State

Auch die Steelers haben nicht so richtig die Probleme. Es wurde frisch bekannt, dass die Steelers Runningback Le’Veon Bell franchise-taggen werden. Ansich hilft ihnen das sehr viel weiter, aber Bell kündigte an, er werde retiren, sollten die Steelers den Franchise Tag auf ihn anwenden. Was da noch so passiert, ist bestimmt spannend zu erwarten, aber selbst wenn Bell wegfällt, ist im diesjährigen Draft echt kein Ersatz für ihn vorhanden. Mit Chubb, Guice, Michel und Jones sind gleich mehrere Runningbacks für die zweite Runde auf dem Board, die auch bis zu den Steelers kommen könnten. Deshalb holt man einen Linebacker, um die Lücke des tragisch verletzten Ryan Shazier zu füllen. Dieser kämpft zwar für seine Genesund und möchte auf jeden Fall wieder aufs Feld zurückkehren, ich denke aber, dass das nicht während der nächsten Saison passieren wird – also kann man hier auf jeden fall Unterstützung gebrauchen. Mit Leighton Vander Esch bekommt man einen extrem athletischen und vielseitig einsetzbaren Linebacker, der im Notfall auch als Edge Rusher auf dem Feld stehen könnte. Selbst nach Shaziers möglicher Rückkehr ist man mit Vander Esch definitiv stark aufgestellt.

#29 Jacksonville Jaguars: Courtland Sutton, Wide Receiver, SMU

Die Jaguars hatten eine extrem starke Saison. Wirklich Abgänge haben sie nicht, also verstärken die letztjährigen Superbowl-Anwärter ihr Passing Game, um es Blake Bortles noch einfacher zu machen. Man hat die Wahl zwischen Washington und Sutton. Ich persönlich finde Sutton hier nochmal eine Stufe besser, es könnte aber vorallem auf die persönlichen Interviews ankommen, wen die Jax hier holen.

#30 Minnesota Vikings: Connor Williams, Offensive Tackle, Texas

Gegen eine überragende Defense der Eagles sah die Offensive Line der Vikings alt aus. Keenum konnte das nicht stemmen und deshalb verlor man relativ deutlich gegen den späteren Superbowl-Champion. Mit Connor Williams steht hier noch eine starke Option offen, um die Position des Offensive Tackles zu verbessern. Von den Quarterbacks bleibt an 30 natürlich kein Top-Prospect mehr übrig. Maurice Hurst könnte – sollte mit seinem Herzen alles ok sein – ein Top-Pick in den letzten der ersten Runde sein, sollte er fallen, aber ich bin mir nicht sicher genug, um ihn in mein Board aufzunehmen.

#31 New England Patriots: Josh Sweat, Edge Rusher, Florida State

Die Patriots brauchen alles, was Defense heißt. Das Problem? Die besten Spieler, die noch auf dem Board sind, sind offensive Spieler. So langsam kommen die Receiver so richtig in Reichweite und auch in der Offensive Line sind noch so einige Spieler da, die auch Potential für die erste Runde hätten. Das wohl größte Problem der Patriots liegt im Pass Rush und so könnten ein bisschen zocken und Josh Sweat picken, der einen sehr starken Combine absolvierte und hier als nächstes kommt. Des weiteren wäre Defensive Tackle Harrison Philipps noch eine Möglichkeit, um den Pass Rush aufzubessern. Auch die Position des Corners  könnte durch Spieler wie Isaiah Oliver, Carlton Davis oder Donte Jackson wieder aufgestockt werden, nachdem man in der Free Agency wahrscheinlich Malcolm Butler verliert, ich traue Bill Bellichick aber zu, dass er hier für eine Überraschung sorgt und den etwas schwächeren Edge auswählt.

#32 Philadelphia Eagles: Harrison Philipps, Defensive Tackle, Stanford

Glück für die Philadelphia Eagles. Sie könnten zwar den ersten Runningback wählen und ihre Offense weiter stabil halten (aus Capspace-Gründen wird man die Offense wohl nicht in der Konstellation halten können), ich denke aber, dass sie den besten übrigbleibenden Defensive Tackle holen werden, um ihre Defense weiter zu stärken. Mit Harrison Philipps sind sie da super bedient. Potentiell bleibt auch hier Maurice Hurst noch übrig, aber wie auch bei den Vikings traue ich mich hier nicht, zu mocken, bevor ein ärztliches Ergebnis vorliegt. Nachdem man Nick Foles wohl für einen Secondround-Pick zum Trade angeboten haben soll, wäre es außerdem, eine Möglichkeit, dass man sich Mason Rudolph als Backup hinter Wentz holt, ich glaube jedoch immer noch, dass sie erstmal an Foles festhalten werden.

Der Packers-Bills-Trade

Zwei Firstrounder für den 14. Pick? Das ist schon sehr viel! Aber wieso glaube ich dann, dass es möglich wird?
Ganz einfach: Meiner Meinung nach will niemand so weit nach hinten traden, da man dann seine Lieblingsspieler nicht bekommt. Ob es der Defensive Tackle, der Offensive Liner oder auch der Edge Rusher ist, bis Pick 14 gibt es nur wenige zweifache Picks. Davenport und Chubb könnte man als Doppelpick ansehen, es sind aber auf einer ähnlichen Spielposition sehr unterschiedliche Spielertypen. Wir haben also: Zwei Quarterbacks, zwei Linebacker und zwei Cornerbacks (Fitzpatrick hat beim Combine als Safety teilgenommen) und ansonsten immer nur einen Pick pro Positionsgruppe. Von unseren Top-Needs fehlen jeweils die Top-2 (Cornerback, Edge Rusher) und somit sind wir definitiv ein Kandidat zum Traden, während die Mannschaften vor uns alle ihre Wunschspieler picken können. Jackson und Ward sowieso Edmunds und Smith sind von der Leistung her nicht so unterschiedlich, als dass nicht beides Wunschpicks sein könnten.
Mit den Cardinals an 15, (in meinem Szenario Cousins zu den Jets) der unsicheren Quarterback-Position der Vikings und einem möglichen Quarterbackwunsch der Titans haben die Packers viele Gründe, wieso sie beide Firstrounder der Bills bekommen könnten, damit diese ihren Wunschquarterback draften können. Und wenn wir mal ehrlich sind: Zwei Firstrounder waren in den letzten Jahren eigentlich eher wenig, um an die Position eines Top-Quarterbacks zu kommen.

Mit dann 13 Picks im diesjährigen Draft ist es sehr wahrscheinlich, dass wir entweder in den späteren Runden hochtraden (bspw. 4. und 5. Runde für 2. Runde oder ähnliches) oder unsere Picks in die nächsten Drafts wegtraden. Da wir dafür bekannt sind, auch an Undrafted Free Agents ein paar zu uns zu holen, wäre es Verschwendung, so viele Rookies zu holen, von denen man die Hälfte dann doch wieder entlässt.
Möglich ist außerdem, dass wir auf unseren 14. Pick noch einen oder zwei späte Picks drauflegen. 1. + 2. Runde der Bills ist etwas wenig und mit 12 Picks im Draft brauchen wir keine späten Picks zu ertraden, das wäre eher sinnlos. Wenn wir also noch etwas dazugeben, würde das auch passen.

Updates werden kommen – stay tuned!

Ich hoffe, euch hat der Mock Draft gefallen. Natürlich werde ich auch im Zukunft das Geschehen und die Gerüchte rund um den Draft und mögliche Picks im Auge behalten. Mit einem Auge auf die Pro Days könnte sich die ein oder andere Position in meinem Board noch verschieben, außerdem erfüllt das ein oder andere Team seine Needs ja auch in der Free Agency oder traden ihre Picks sogar für Spieler. Vorallem mit einem möglichen Vertrag von Kirk Cousins käme noch etwas Bewegung in den Draft (ein 3. QB in den Top-6 bei Vertrag mit den Minneapolis-Cowboys, etc), weshalb es bestimmt noch das ein oder andere Update gibt bis der Draft am 26.04. dann wirklich beginnt.

Free Agency-Talk mit Adrian Franke

Wer sich für die Free Agency interessiert und besser nachvollziehen können möchte, wieso ich und die Experten ihre Mocks ändern, dann hört doch gerne in unseren nächsten Podcast rein, der am Montag, den 12.03. rauskommt, rein. Wir reden mit Adrian Franke (Buch „American Football – Alles, was man wissen muss“ und NFL-Autor bei Spox.com) über die Free Agency, mögliche Signing- und auch Trade-Kandidaten der Packers und weitere spannende Themen wie sei Buch, das dieses Jahr herausgekommen ist – das alles in der nächsten Folge #PackersTalkGermany.
Ihr habt die letzten Folgen noch nicht gehört? Dann könnt ihr das hier nachholen!

Dies hier ist Nikxx‘ persönliche Meinung, einzelne Mitglieder oder die komplette restliche Packers Germany-Redaktion kann das anders sehen. Über konstruktive Kritik würde ich mich sehr freuen!
(Alle angegebenen Links dienen lediglich der Information für den Leser, die Packers Fans Germany verdienen bei keinem Kauf oder Besuch dieser Links etwas mit)

#GoPackGo

2 COMMENTS

  1. Erstmal danke für deine Einschätzungen! Die Idee mit dem Trade finde ich auch ziemlich interessant. Arden Key hat für mich allerdings zu viele Fragezeichen für einen Erstrunden-Pick. Mein Wunschspieler hier wäre aktuell Harold Landry und wenn Gutekunst tatsächlich nach dem gleichen Schema wie Thompson pickt, kommt Mike Hughes nicht infrage weil er zu klein ist.

    • Hallo JAF,
      Danke für dein Feedback. Ich persönlich bin kein Fan von Harold Landry. Wenn ich mit Leuten über Landry spreche, empfehle ich immer, auf YT nach dem Gametape gegen Clemson zu suchen. Er macht im Spiel 2 gute Plays, die aber beide über den LT, der viel zu langsam ist. Der RT blockt ihn konsequent an und Landry hat einfach keine Chance, irgendwie daran vorbeizukommen. Er ist sehr athletisch und schnell, aber sobald ihm jemand in den Weg tritt, ist er machtlos. Das sehen viele Experten (allen voran Nagler, aber der will auch Vita Vea draften :D) anders, ich persönlich sehe das so.
      Arden Key hat – zumindest laut eigenen Aussagen – beim Combine die Fragen der GMs – auch zu seiner Auszeit und seinen Off The Field-Problemen – alle ehrlich und ohne Auslassungen beantwortet. Da öffentlich absolut gar nichts bekannt ist, können wir nicht wissen, was diese Off The Field-Issues sind und ob sie für die GMs ein Hinderungsgrund sind, ihn zu picken. Da ich ihn spielerisch sehr gerne mag, gehe ich mal das Risiko ein, ihn zu uns zu mocken. Mit dem Trade habe ich sowieso ein eher ungewöhnliches Szenario gewählt, da macht das jetzt auch keinen Unterschied mehr. ;D
      Was Hughes angeht: Ja, da hast du recht. Trotzdem ist Hughes an 3 (meiner Meinung nach) mit Abstand der beste Corner available und somit der einzig sinnvolle Pick zu einem Edge Rusher, wenn man zwei in der ersten Runde bekommt.

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