Allgemein Offseason 2018

NFC Coach-Frühstück – McCarthy zur Presse

Am Morgen des heutigen Dienstags fand das NFC Coach-Frühstück beim jährlichen Ligatreffen statt.Hierbei stellte sich auch Mike McCarthy den Fragen der Presse. Wir haben es für euch zusammengefasst!

McCarthy zu verletzten Spielern

Aaron Rodgers (gebrochenes Schlüsselbein) ist komplett fit, es gibt keine Bedenken.

Alle Rückmeldungen, die McCarthy zu Bryan Bulaga (Kreuzbandriss) von Teamarzt McKenzie bekommen hat, sind positiv. Er ist in der Reha in Florida und auf dem richtigen Weg. McCarthy hofft, dass Bulaga nächste Saison Teil des Teams sein wird.

Jason Spriggs (Kniescheibenverrenkung) ist in seinem Heilungsprozess weiter als erwartet. Coach McCarthy hofft, dass Spriggs bis zu den Trainingscamps wieder fit sein wird, seine momentanen Workouts im Kraftraum deuten darauf hin.

Quinten Rollins´ (Achillessehnenriss) Genesung läuft „gut, richtig gut, wirklich“. McCarthy erwartet ein starkes Comeback in 2018.

Kentrell Brice (Knöchelprobleme) ist fit und trainiert normal. McCarthy erwartet, dass er in der kommenden Saison um einen Starter-Job auf der Safety-Position mitspielen wird.

McCarthy über die Neuerungen dieser Offseason

Mike McCarthy gefallen die neuen Strukturen sehr. Es sei eine viel offenere und bessere Kommunikation, es gäbe einen besseren Austausch über das gesamte Spielerpersonal als letzte Saison.

Der Coach sagt, man ginge es diese Offseason an, als wäre es die erste Saison eines neuen Headcoaches bei einem Team. Man arbeite an einem komplett neuen Playbook, das alte Playbook gehe man komplett Seite für Seite durch. Sie besprechen jedes Play, jede Auslegung, jede Formation – es findet eine Art Grundreinigung statt.

Viele der neuen Coaches leben und arbeiten zur Zeit noch aus Hotelzimmern, in diesen aber lange Nächte und auch an Wochenenden. McCarthy müsse eigentlich schnellstens zurück nach Green Bay, um weiterzuarbeiten.

In Bezug auf diverse Medienspekulationen, dass Rodgers unglücklich darüber sei, bei den Entscheidungen bzgl des Coaching Staffs (vorallem in Bezug auf den ehemaligen QB-Coach Alex van Pelt) nicht einbezogen worden zu sein, sagte McCarthy, man habe nach der Saison mehrere Besprechungen mit Rodgers gehabt und diese seien auch fortschrittlich gewesen. Laut Rapoport sei Rodgers also definitiv über die Veränderungen informiert und nach seiner Meinung befragt worden.

McCarthy zu den Off-Season-Moves der Packers

Zugänge

Die Verpflichtung von DeShone Kizer (Quarterback, ehem. Browns) gefällt McCarthy sehr, er freut sich darauf, mit ihm zu arbeiten. Man habe ihn schon draften wollen und war beim Aufeinandertreffen in der letzten Saison (Packers 27-21 Browns, nach Overtime) sehr beeindruckt von dessen Leistungen. Die Packers hätten mit Kizer viel, mit dem man arbeiten könne und McCarthy sei gespannt auf den Wettkampf, der nun auf der Quarterback-Position entsteht. Man erwartet von ihm, dass er reinkommt und um seinen Job kämpft – genauso wie Hundley.

Muhammad Wilkerson (Defensive Line, ehem. Jets) sei definitiv eine Macht in der Defensive Line. McCarthy mag die Verpflichtung sehr, vorallem seine Variablität, in der Defensive Line (in der 3-4-Defense, Anmerkung der Redaktion) alle Positionen spielen zu können, sei er sehr beeindruckend.

Bezüglich Tramon Williams betonte McCarthy, dass dieser noch nicht in die Jahre gekommen sei, er ist immer noch ein guter Cornerback. Er freut sich über Williams und letzterer sei gespannt auf seine Rückkehr. Tramon Williams wird definitiv die Veteranen-Anführerrolle bei den Cornerbacks übernehmen. Trotzdem brauchen die Packers McCarthys Aussagen nach noch mehr Cornerbacks im Team.

Bezüglich der Verpflichtung von Tight End Jimmy Graham sagte McCarthy, man wolle ihn mehr wie bei den New Orleans Saints einsetzen. Die Red Zone und 3rd Downs seien zwar der schwierigste Bereich, um Produktivität zu bringen, aber da war Graham deren Nummer 1-Ziel auf dem Feld. Mit Grahams Aussage bzgl. des Unterschieds zwischen den Hawks und früher den Saints „Yeah, I’m blocking here“ (2015) lässt sich relativ klar feststellen, dass man Graham für die Zukunft mehr als Receiving-Tight End und Red Zone-Target sieht, als wirklich auf der Position des Blocking Tight Ends. Und letzteres ist eigentlich genau das, was uns seit Jahren fehlt.

Abgänge

Zu dem Abgang von Jordy Nelson sagt er, Nelson mache einem Quarterback das Leben einfacher, wenn er auf dem Feld steht. Er habe mit Aaron Rodgers natürlich eine sehr besondere Verbindung, aber das war von allen Seiten eine sehr schwierige Entscheidung und am Ende geht selten alles so aus, wie man es eigentlich wollte.

McCarthy äußerte sich bzgl. des Browns-Trades nicht nur zu Kizer sondern auch zum Weggang von Damarious Randall. Randalls Wunsch, positionell wieder zum Free Safety zu wechseln, was er im College spielt und bei uns durch Clinton-Dix belegt ist, sei kein Grund für den Trade gewesen. Nach viel Lob für die Leistungen Randalls wurde schnell klar, dass er aufgrund seiner Persönlichkeit das Team wechseln musste. So reagierte McCarthy vor heute ja schon auf diverse fiese Aussagen von Randall folgendermaßen: „Er muss sich auf sich selbst konzentrieren. Er muss vor seiner eigenen Tür kehren.“ Dabei erwähnte McCarthy auch den Konflikt zwischen Randall und Mitgliedern des Coaching Staff während des Spiels gegen die Bears letzte Saison, woraufhin er damals in die Umkleide geschickt wurde. „Am Ende des Tages trifft man die Entscheidung, die für das Team am besten ist, und Brian (Gutekunst) empfand das als gute Gelegenheit. Offensichtlicherweise stimmt man keinen Trades zu, bei denen man nicht das Beste herausbekommt. Das ist also das Beste für Damarious und das Beste für unser Footballteam.“

Packers-Spieler und deren Aufgaben

Was die zukünftige Planung mit Clay Matthews (Linebacker) betrifft, so wird man ihm keinen festen Platz in der Defense zuweisen wollen. Man wolle ihn vorallem in der neuen (viel variabler geplanten) Defense von Mike Pettine nicht auf ILB oder OLB festlegen, er sei allgemein ein Linebacker. Man habe den Abgang von Julius Peppers nicht richtig verkraften können und diesen wirklich vermisst.

McCarthy sagte, man habe Josh Jones (Strong Safety) letzte Saison etwas zuviel zugemutet. Man wird ihn (vorerst) bei den Safeties einsortieren und dann viele Varianten und Pakete ausprobieren, in die man ihn steckt, um seinen besten Nutzen für das Team herauszufinden.

Auf die Frage, wer die Kommunikation und die Calls in der Defense nach Morgan Burnetts Abgang übernehmen wird, antwortete McCarthy, dass man das mit mehr als einem Einzelspieler kompensieren möchte. Als Möglichkeiten nennt er Blake Martinez und Ha Ha Clinton-Dix. Desweiteren sagte er über Clinton-Dix, dieser sei jetzt schon einer der Redensführer im Umkleideraum, müsse aber als Anführer noch weiter wachsen. Die letzte Saison sei auch nicht McCarthys beste gewesen, man könne den Misserfolg nicht auf einzelne Spieler abwälzen. Außerdem betonte McCarthy erneut, dass die Defense nicht minderwertig gegenüber der Offense sei. Wenn man insgesamt das beste Footballteam der Welt sein möchte, dann müssen alle drei Teambereiche (Offense, Defense und Special Teams) ihre Verantwortung verstehen und abliefern.

Bei den Runningbacks sieht McCarthy einen großen Wettkampf um den Starting-Job. Er möchte, dass möglichst alle gesund bleiben und es ein offenes Rennen wird. Außerdem wiederholte er, dass Ty Montgomery als Runningback und nicht als Wide Receiver in die nächste Saison gehen wird: „Ty ist ein Runningback. Er ist ein verdammt guter!“ Laut dem Coach werden wir nächste Saison einen kräftigeren, stärkeren Ty Montgomery sehen als die letzten Jahre.

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