Allgemein Offseason 2019

News der Woche KW3 – LaFleurs Coaching Stab

Wie gestern bekannt wurde, hat Matt LaFleur die zweite wichtige Entscheidung in seiner Packers-Laufbahn getroffen: Nachdem bereits vorher bekannt war, dass er Defensive Coordinator Mike Pettine behalten wird, wählte er jetzt nach übereinstimmenden Medienberichten Nathaniel Hackett als Offensive Coordinator aus.

Des weiteren sind einige Stellen im Coaching Staff nicht besetzt (mögliche Kandidaten in Klammern)

  • Special Teams Coordinator (Dolphins ST coach Darren Rizzi)
  • Recievers coach
  • Defensive passing-game Coordinator/ Cornerbacks Coach
  • Run-game Coordinator/ O-Line Coach

Die Rolle des Defensive run-game Coordinator/ Linebacker-Coach Patrick Graham steht auch in den Sternen: Nach Informationen von Rob Demovsky (ESPN) könnte er Defensive Coordinator in Miami werden.

Ticketpreise in Lambeau

Die Ticketpreise für Lambeau Field fest zu setzen ist immer eine schwierige Angelegenheit: Zum einen dürfen die Preise nicht allzu billig sein – sonst würden sich die Fans von anderen Teams und andere NFL Teams selbst beschweren, denn nicht alle haben den Luxus von einem ausverkauften Stadion bei allen Heimspielen im Jahr. Zum anderen dürfen die Packers auch nicht ans obere Ende der Skala wandern, denn sie gehören schließlich den Fans. Und deswegen gibt es fast jedes Jahr moderate Ticketpreis-Erhöhungen. Aber seit 2010 haben sich die Preise von $59 für ein Endzone Ticket fast verdoppelt auf $109 (wenn man die season ticket Preise beachtet). Es wird also auch für Packers-Fans immer teurer, ins Stadion zu gehen. Die Packers bewegen sich mit ihren Tickets allerdings immer noch unter dem Liga-Durchschnitt – und das ist wohl auch der Plan. Trotzdem werden die Preise vermutlich das zehnte Jahr in Folge angehoben werden und damit könnte euer Lambeau Erlebnis nächstes Jahr ein paar Dollar mehr kosten, denn die Season Ticket Holder werden die Preiserhöhungen sicher ebenso auf dem Zweitmarkt draufschlagen wie die “offiziellen” Verkäufer.

Falls ihr übrigens auf die season ticket waiting list wollt: Es sind circa 130.000 andere vor euch, von denen weniger als 1000 pro Saison ein season ticket bekommen.

Das Scheme des neuen Head Coaches

Auf packers.com wurde inzwischen der zweite von drei Teilen des Interviews mit LaFleur veröffentlicht. Darin betont LaFleur nochmal, was er bereits in der Pressekonferenz sagte: Er will eine Illusion der Komplexität schaffen und Spielzüge, die gleich anfangen, unterschiedlich enden lassen. Was bedeutet das? Im Grunde genommen folgendes: Die Spieler stellen sich im gleichen personnel, meistens 11-personnel (1 RB, 1TE, 3WR) an der Line of Scrimmage auf – in der gleichen Formation. Von dort aus entwickeln sich dann unterschiedliche Spielzüge nach dem Snap. Der große Vorteil: Die Defense weiß zunächst mal nicht, was für ein Spielzug kommt. Und wenn das gut verkauft wird, mit falschen “tells” und Hinweisen, kann man eine Defense relativ leicht sehr stark verwirren – und eine verwirrte Defense macht Fehler, die ein Aaron Rodgers ausnutzen kann.

Ihr glaubt, das funktioniert nicht? Schaut mal nach Los Angeles. Sean McVay, Coach der Rams, macht seit zwei Jahren genau das. Seine Rams starten in über 80% der Spielzüge im gleichen personnel (11) – weit mehr als jedes andere NFL-Team!

Der zweite Teil seiner Aussage, die Illusion von Komplexität, bedeutet etwas ähnliches: Er will gleiche Spielzüge unterschiedlich laufen, zum Beispiel abhängig von der Reaktion der Defense. Das ist etwas, das in Green Bay schon einmal funktioniert hat: Coach Vince Lombardi, der größte Coach jemals, hat genau das gemacht. Über seinen Lieblingsspielzug, den Power Sweep (ein Laufspielzug nach außen mit Blockern auf der zweiten Ebene), hat er einmal über sechs Stunden geredet und war am Ende des Seminars noch nicht fertig. Er hatte den Spielzug perfektioniert und konnte ihn in zig Versionen laufen. Etwas ähnliches plant jetzt auch LaFleur: Gleiche Spielzüge unterschiedlich vollenden – schwierig für die Defense zu verteidigen, weil der gleiche Spielzug natürlich anhand der Schwächen der Defense (die man vielleicht beim ersten Mal erkannt hat) aufgebaut wird.

Ich finde, schon die konzeptionelle Grundausrichtung von LaFleur ist modern und innovativ und eine neue Herausforderung für Aaron Rodgers, der sicher viel Spaß damit haben wird. Ich persönlich gehe sehr optimistisch in die neue Saison, die ja erst in 8 Monaten circa anfängt…

Wer übrigens die Gegner für 2019 sehen will, hier sind sie.

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