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Nachtrag: Das Wichtigste aus dem zweiten Preseason-Spiel der Packers

Vergangenen Donnerstag (16.8.) spielten die Packers ihr letztes Preseason-Spiel in Lambeau Field (die nächsten beiden gegen die Raiders und Chiefs sind auswärts). Aaron Rodgers, seit fast einem Jahr nicht mehr bei einem Spiel in Lambeau Field auf dem Platz, nutzte seine Chance und zeigte sich dem Publikum aus Wisconsin, wenn auch nur für einen Drive.

Vorschau auf die Saison?

Rodgers spielte einen soliden Drive, brachte zwei von vier Versuchen an den Mann, warf für 35 Yards und einen Touchdown auf Jimmy Graham für ein QB-Rating von 119.8.

In dem Drive konnte man allerdings noch viel mehr ablesen: Eine mögliche Vorschau auf die kommende Saison. Nachdem Tramon Williams beim ersten Snap des Spiels mit seinem Pick-6 nochmal eindrucksvoll gezeigt hatte, warum ihn die Packers verpflichtet haben und Pittsburgh im zweiten Versuch punten musste, bekam Rodgers den Ball an der gegenerischen 40-Yard Linie. Sein erster Versuch, ein Wurf auf RB Jamaal Williams brachte keinen Erfolg (incomplete), aber schon sein zweiter Versuch war erfolgreich: Mit einem weiten Pass auf Davante Adams, der sich durch eine geschickte Körpertäuschung freigelaufen hatte, machten die beiden ganze 27 Yards gut und standen schon mitten in der Redzone. Einen unvollständigen Pass und einen kurzen Lauf über 5 Yards später zeigte Rodgers seine zweite Stärke: Er erwischte die Steelers Defense beim Wechseln mit einem Mann zu viel auf dem Platz. Aus dem Free Play konnte er zwar kein Kapital schlagen, aber einen Spielzug später warf er einen Pass in die Mitte der Endzone auf Jimmy Graham, der sich hochschraubte und den Ball sicher zum Touchdown fing.

Rodgers zeigte in seinem einzigen Drive drei vielversprechende Dinge für alle Packers Fans: Seine Verbindung zu Davante Adams, der ligaweit immer noch unterschätzt wird aber längst ein wahrer Nummer-1-Receiver ist, so wie die zu Jimmy Graham, der eine wirkliche Redzone Gefahr darstellt. Und seine übliche Gerissenheit ist auch noch da.

Was war sonst noch?

Startaufstellungen der Packers

Am meisten überzeugen konnten neben WR Jake Kumerow (3/3 für 114 Yards und 1 TD) auch Reggie Gilbert (3 Tackles, 2.5 Sacks und 1 Forced Fumble!!!) und CB Josh Jackson (1 Tackle, 1 Pass Deflected, 1 Interception), der sowohl in Defense, als auch in den Special Teams überzeugen konnte. Bei seinem Touchdown-Jubel verletzte sich Kumerow an der Schulter und hat seitdem nicht trainiert (Stand: Dienstag nach dem Training), es soll aber wohl nichts allzu Ernstes sein. Mit seiner Performance rückt er sich aber trotz des enormen Drucks und gewaltigen Wettkampfs mit gleich drei Draft Picks schon fast in die Position „unverzichtbar“. Die meisten gehen mittlerweile davon aus, dass er das Team schafffen wird. Das ist eine der vielen Gemeinsamkeiten mit Reggie Gilbert, der mit einer weiteren starken Performance auch bald ein „Lock“ sein dürfte. Beide (Kumerow und Gilbert) sind jetzt das dritte Jahr in der Liga, beiden konnten bisher noch nicht vollständig überzeugen (Kumerow bei den Bengals und kurz den Patriots und Gilbert in Green Bay) und sind jetzt auf einem guten Weg in einen endgültigen NFL Kader. Josh Jackson zeigte sein wahres Potential und wird wohl weiter an einen starting spot später in der Saison herangeführt werden.

Mike Pettines Scheme

Aus dem Scheme kann man bisher weiterhin wenig ablesen, denn vor allem die Defense unter Mike Pettine spielt weiterhin viel „vanilla“ Defense: Ganz einfach strukturierte Konzepte, man-to-man coverage oder einfache Zone-Formationen (Cover-2 etc.). So verrät man wenig über seine Konzepte, die man im Training austüftelt und das Ganze hat laut Pettine noch einen weiteren klaren Vorteil: Man sieht, wie sich die eigenen Spieler „auf sich gestellt“ machen, ohne Scheme das ihnen hilft. Wenn ein D-Liner oder Pass Rusher regelmäßig seinen Gegner in der O-Line schlägt, macht das einen guten Eindruck. Wenn ein Cornerback keinen oder nur wenige Pässe auf „seinen“ Receiver zulässt und dann noch gutes Tackling beweist, macht das auch einen sehr guten Eindruck. Die Preseason-Spiele besitzen also durchaus Relevanz, um die individuelle Qualität von Spielern einschätzen zu können.

Wichtig ist zu wissen, dass das Ergebnis völlig zweitrangig ist. Das Scheme ist nicht darauf ausgelegt, den Spielern zu helfen (wie in einem echten Spiel) und möglichst viele Punkte zu erzielen oder möglichst wenige zu bekommen. Es ist vielmehr darauf ausgelegt, die eigenen Spieler analysieren zu können, ohne dass dabei großer Schaden angerichtet wird.

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