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My 2 Cents- fmble Interview

Die Offseason ist für viele von euch ja auch eine Zeit, um sich neue Klamotten zu kaufen. Viele Fans jagen nach Schnappern, die NFL Shops geben manchmal Rabatte für Klamotten aus der letzten Season. Andere suchen nach coolen Shirts für den Frühling oder Sommer. Es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten, an Fan Wear der NFL zu kommen. Es gibt viele Labels und Shops zu diesem Thema, eine besondere Story hat das Würzburger Label fmble zu bieten. fmble ist ein Label von Fans für Fans, aus der Community. Mit eigenen Designs hat es sich in der Community einen Namen gemacht. Ich habe mir mal den Gründer und kreativen Kopf, Nils Ehlert, geschnappt und ihm ein paar Fragen gestellt.

GPF: Hallo Nils, danke erstmal, dass du dir Zeit für uns genommen hast. Stelle dich doch erstmal kurz der Packers Germany-Community vor.

Nils: Ich bin der Nils, 33 Jahre jung/alt, komme aus Würzburg und bin der Gründer von fmble.

GPF: #fmble, ist ja noch recht jung, erzähl uns doch einfach mal etwas zu deinem Label.

Nils: Jain, Ich war schon immer stark an Mode interessiert, speziell Streetstyle und die etwas bequemeren Klamotten. Ich habe einen großen Faible für Caps und Jogginhosen :-D
Zuvor war ich jahrelang im digitalen Marketing bzw. als E-Commerce Manager tätig und jetzt will ich das Gerlernte bzw. mein Können mir selbst unter Beweis stellen. Dank der Neuzeit, Google und vielen Recherchen kommt man letztendlich an das entsprechende KnowHow und die dazugehörigen Lieferanten/Hersteller. Ein Prozess, der sich mühsamer gestaltete, als ursprünglich erwartet. Eine Portion Glück erübrigte dann den Rest.

GPF: Du baust deinen Shop gerade um und aus. Das Ganze steht unter dem Motto #goneforgood. Auf was können wir uns denn freuen, was kannst du uns schon verraten?

Nils: Mein erster Shop basierte ja auf dem Spreadshirt-Partnerprogramm. Für die ersten Schritte super, denn man kann sich anfänglich um das Wesentliche kümmern: Die eigenen Designs. Zudem stellt man relativ schnell fest, ob ein Markt da ist und ob die eigene Idee funktionieren kann, ohne große Risiken einzugehen, und geht der Kapitalbindung in irgendwelche Lagerbeständen aus dem Weg. Man ist jedoch zeitgleich auch sehr abhängig von Spreadshirt und somit hat man mittelfristig einfach nicht die Freiheiten, die man benötigt. Seien es Marketingaktionen in Kombinationen mit Gutscheinen, das Artikelportfolio, die Veredelungstechniken oder der Shopaufbau/Design als solches.
Man darf sich also zukünftig auf einen neuen Shop, ein frisches und benutzerfreundliches Design, ein neues und vor allem breiteres Sortiment, sowie viele Aktionen freuen. Neu an Bord ist z.B. auch offizielle NFL-Lizenzware, wie z.B. Caps oder Trikots. Aber auch den deutschen Football versuchen wir unterzubringen. Die Offseason ist lang und wir haben eine Reihe toller Vereine in Deutschland, die von dem Hype hoffentlich ebenfalls profitieren.

GPF: Kommen wir mal zum sportlichen Teil. Du bist ja auch Footballfan, hast du ein Lieblingsteam? (Denk dran, die Vikings gelten nicht als akzeptable Antwort. Das gilt als Geständnis und vielleicht Entschuldigung)

Nils: Puh. Schwierig. In der Tat war ich vor der Arbeit am eigenen Label ein großer Fan von den Dallas Cowboys. Ich bin daher auf Green Bay nicht immer ganz so gut anzusprechen, ich erinnere da nur an die Playoffs 16/17. Auch die Rams mag ich eigentlich ganz gerne, was der NFL-Doku „AllOrNothing“ zu verdanken ist. Tatsächlich kann ich aber den Effekt, den auch Icke in seinem Interview mit 1live beschrieb, bestätigen: Sobald man sich umfassender mit Football und den Teams beschäftigt, rückt dieses Fantum immer stärker in den Hintergrund und somit ist man am Ende einfach nur noch großer Fan dieses großartigen Sports. Sicherlich fiebere ich immer noch ein wenig mit den Cowboys oder den Rams mit, aber letztendlich freue mich am meisten einfach über ein gutes und kurzweiliges Spiel. Am Ende muss man sie jedoch alle lieb haben. ;-)

GPF: Ja, die Cowboys und die Green Bay Packers, legendäre Schlachten.
Da du ja nun etwas über den Dingen stehst stellt sich für mich ja die Frage:
Wie siehst du die letzte Saison der Green Bay Packers? Wo siehst du die Packers als Aussenstehender in der nächsten Saison?

Nils: Den größten Schatten hat natürlich die Verletzung von Aaron Rodgers geworfen und verdeutlicht aus meiner persönlichen Sicht auch die recht starke Abhängigkeit von seiner Individualleistung als Einzelspieler. Wenn ich das mit den Eagles und der Verletzung von Carson Wentz vergleiche, dann sollte hier rechtzeitig an einem geeigneten Nachfolger gearbeitet werden. Auch wenn ARod eine echte Maschine ist und man – selbst als Dallas-Fan – seine Pässe/Leistung neidlos bewundern muss, so sind auch seine Tage als Profi zumindest gezählt. Ich wünsche euch natürlich, dass er noch lange auf dem Platz steht und seine „langen Brote“ verteilt, aber die vergangene Season hat aus meiner Sicht gezeigt, dass es da einige Lücken zu schließen gibt. Es ist immer schwer vorherzusagen, was die kommende Season passieren wird – auch aufgrund des Verletzungspechs. Zunächst bin ich aber erst einmal auf den Draft gespannt und welche Veränderungen im Roster und/oder auf den Coaching Positions geschehen werden. Ich denke, man muss nächste Saison die 49ers auf dem Schirm haben. Jimmy-G’s Start war doch recht fulminant.

GPF: Offseason, harte Zeit für Footballfans, dennoch rufen auch wir zu #SupportYourLocalTeam auf. Wie sieht es da bei dir aus, du hast ja eben schon angedeutet, dass du auch deutsche Teams ansprechen möchtest, welches Team in Deutschland ist dein Main Team?

Nils: Oh, da bin ich seeeehr local unterwegs. Neben viel Arbeit warten auf mich auch einige Spiele der Würzburg Panthers (Regionalliga Süd). Auch den German Bowl werde ich mir dieses Jahr wieder gönnen. Ansonsten bin ich gerade in vielen Gesprächen mit diversen Vereinen und Verbänden und wir schauen gemeinsam, wie wir hier das Thema Merchandise professionalisieren können. Vielleicht führt mich das ja dann auch noch zu einigen etwas höherklassigen Spielen aus der GFL/GFL2. In Deutschland gibt es in Sachen Football jedenfalls noch viel zu tun!

GPF: Mein Lieblingsdesign von euch ist ja das AR12/negativ-Design. Wie kommst du auf deine Designs, machst du die selber oder hast du ein Team zur Unterstützung?


(Das angesprochene Design)

Nils: Hmmm. Ehrlich gesagt ist das kein aktiver Prozess. Oft entspringt die Kreativität hier wirklich einem spontanen Moment oder man schnappt etwas auf und adaptiert das dann für seinen Zweck. Ich persönlich mag es nicht zu bunt und liebe Motive, für die es einen zweiten Blick benötigt. Ich denke, wenn man das kombiniert, kommt sowas bei raus. ;-)
Die meisten Designs stammen (noch) aus meiner Feder, aber da ich nie Grafikdesign o.Ä. studiert habe, sind meine Skills hier natürlich limitiert. Außerdem gibt es da ja auch noch die NFL und somit muss man höllisch mit den Lizenz-, Urheber- und Schutzrechten aufpassen. Das macht es nicht unbedingt leichter, zwingt einen aber zugleich auch andere/kreativere Wege zu gehen.

GPF: Du bist also im Grafikbereich Autodidakt… Das is ja dann mal richtig cool. Aber auch gleichzeitig ein echtes Risiko.

Nils: Ja und Nein. Ich habe Medienmanagement studiert – da bekommt man zumindest die Grundlagen vermittelt und weiß natürlich auch, die diversen Medien/Gattungen/Contentarten einzuordnen.

GPF: Wie wichtig ist die deutsche Fan-Community auf Twitter, Facebook und Instagram für dich?


(Screenshot fmble auf Twitter)

Nils: Wichtig. Enorm sogar. #Footballisfamily mag eine gern und oft genutzte Floskel sein, aber durch Football und speziell die #ranNFL-Community auf diversen ProSieben MAXX-Events (danke an dieser Stelle) habe ich eine Menge neuer toller Leute kennengelernt und vielleicht auch sowas wie Freunde gefunden. Es ist für mich/uns/fmble der Pulsschlag der Fanszene und auch eine wichtige Quelle für konstruktive Kritik.
Ich selbst bin ein Teil davon und somit sind das nicht einfach nur potenzielle Kunden. Hier sind wir Gleichgesinnte mit der gleichen Leidenschaft für Football und arbeitnehmerunfreundlichen Sendezeiten.

GPF: Stimmt, Montag ist Zombietag. Also ist es bei dir eher „Aus der Community, für die Community“.
Wird man dich/euch also auch bei Events der Community live und mit Stand erleben, oder da eher privat?


(fmble „#Fombie“ Shirt)

Nils: Montags = #Fombie. Naja, wenn du aus deinem Hobby deinen Beruf machst, dann ist das immer schwer zu trennen.
Das nächste große (Community-)Event ist voraussichtlich unsere Neueröffnung des Flagship Stores in Berlin: Also in dem Fall hoffentlich beides. :-D
Ansonsten dann doch eher privat.

GPF: Können dich Fanclubs denn ansprechen, wenn sie ihre Fan-Parties machen, oder hast du da bis jetzt noch keine Anfragen?

Nils: Naja, euch Packers Germany habe ich ja z.b. einige meiner Motive vermacht und somit zum eigenen kleinen Shop verholfen. Auch Fanclubs werden zukünftig ein Thema für mich sein, sodass ich ggf. auch hier mit ordentlichem Merch/Teamwear und/oder KnowHow helfen kann.


(Eines der Designs von Nils für unseren Shop)

GPF: Stimmt, meine Frau trägt das „GoPackGo“ als Hoodie voller Stolz ????
Es klingt so, als hättest du im nächsten Jahr einiges auf der Agenda. Wir wünschen dir dabei viel Erfolg und hoffen auf viele tolle Designs. Ich bedanke mich erstmal bei dir und wünsche dir viel Glück in der nächsten Saison. Die letzten Worte gehören dir….

Nils: Merci! Ja, das wird nen spannedes Jahr, aber ich freue mich schon drauf. Puh, die letzten Worte: Stay fmble und kommt gut durch die Offseason :-)


(„No Huddle – No Mercy“ by #fmble, erhältlich in unserem Shop)

Wenn ihr euch demnächst mit coolen Klamotten ausstatten wollt, schaut doch mal bei #fmble vorbei. Auch wenn der Shop aktuell im Umbau ist, könnt ihr euch dort für eine EMail-Benachrichtigung eintragen, um die ersten zu sein, die das neue Merch anschauen und austesten können!
Neben der Website selbst findet ihr fmble auch auf Twitter, Facebook und Instagram.
Für die German Packers Fans gibt es natürlich auch noch den schönsten und attraktivsten Shop im German Packers-Universum. Unseren wunderbaren Packers Germany-Shop.

Hier findet ihr auch die von Nils angesprochenen Motive. Hoodies, Shirts, Kaffeebecher – alles zu haben.
Ich hoffe, ihr kommt gut durch die Woche.

#GoPackGo

Bis nächste Woche