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Gedanken an der Bar

Quarterback, brauchen wir einen Quarterback?

Als im Spiel gegen die Mannschaft aus Minnesota (Ihr wisst schon, die mit den lila Trikots und den Hörnerhelmen), Aaron Rodgers vom Feld musste und in die Kabine gefahren wurde, dauerte es keine 2 Sekunden, bis die ersten nach einem neuen QB riefen. Als dann noch klar war, daß Rodgers Schlüsselbein gebrochen war, wurden diese Rufe lauter. Doch Coach McCarthy und auch wir von den Packers Germany, glaubten an Brett Hundley. Auch wenn er im Spiel gegen die lila Hörnchen erste Schwächen zeigte. Und auch im nächsten Spiel, die größte Schwachstelle der Packers war, hielt McCarthy an ihm fest. Alle hofften auf die Zeit durch die Bye- Week, die er nutzen konnte, um sich mit der Offensive einzuspielen. Doch jetzt in Woche 11 zeigt sich das Dilemma 5-5 und die Play Offs sind weit weg. Im letzten Spiel gegen die Baltimore Ravens, schaffte es Brett Hundley nicht einmal sein Team in die Endzone der Ravens zu führen. 5 Interceptions und ein desaströses Quarterback- Rating, lassen die Play Offs nach der 23:00 Niederlage in weite Ferne rücken.

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Doch, wie soll es nun weiter gehen, ist ein neuer Quarterback noch nötig? Wir zeigen euch beide Meinungen.

Ja:

Natürlich benötigen wir einen Ersatz für Rodgers, Brett Hundley kann dieses Team nicht führen. Zu unsicher,  er bleibt nicht in der Pocket und hat nicht die Übersicht um Ausserhalb der Pocket das Spiel zu gestalten und zu kontrollieren. Zudem findet er keinen Weg um Jordy Nelson einzubinden. So werden wir bis auf das Spiel gegen die Browns, dankbare Opfer für unsere Gegner sein. Denn auch eine, für die Packers schon sensationell, starke Defensive können keine Spiele gewinnen, wenn der Quarterback ein Totalausfall ist.

Nein:

Wieso sollen wir Hundley jetzt auf die Bank setzen und sein Selbstvertrauen endgültig zerstören? Ab Woche 15 ist Aaron Rodgers wieder fit und bis dahin wird Hundley noch die Welle reiten. Ein neuer Quarterback braucht Wochen, um sich in den Game- Plan einzuarbeiten und kostet zudem noch unnötig Geld. Brett Hundley ist für viele Experten der beste Back Up Quarterback der NFL, das sagt doch schon Alles! Wir werden die Play Offs erreichen und dann wird uns Aaron Rodgers schon im Rennen halten.

Beide Meinungen haben ihre Berechtigung, sie beinhalten viel Wahrheit und wir sollten uns auch im Klaren sein, es gibt nicht viele Free Agent Quarterbacks und noch Weniger, die uns jetzt weiter helfen können.
Als erster Name wird (wie bei jedem Team, dessen Starting- Quarterback ausfällt) natürlich Colin Kaepernick gehandelt. Kaepernick ist und da sind wir uns einig, nur Free Agent weil er sich mit seinem politischem Engagement ins Abseits gestellt hat. Viele Owner in der NFL sind konservative Milliardäre, die es nicht gerne sehen, wenn die Spieler sich in die Politik des Landes einmischen. Im Moment wirft er Eignern und der NFL vor, sich gegen Kaepernick abgesprochen  zu haben.
Kaepernick hat das Zeug und die Fähigkeiten um jedem Team kurzfristig weiter zu helfen. Er wird auch viel Geld haben wollen, für eine Lösung auf Zeit zuviel. Als Back- Up wäre es eine Verschwendung von wertvollen Ressourcen.

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Neben einigen Veteranen mit mehr als 10 Jahren NFL- Erfahrung und dementsprechend hohen Gehaltsforderungen, finden wir noch Johnny „Football“ Manziel in der Auswahl. Eines der Opfer des Cleveland Browns Quarterback Karussels. Der Gewinner des Manning und Davey O’Brian Awards und der Heisman Trophy von 2012 galt als hoffnungsvollstes Talent, konnte sich aber wegen Verletzungen und Disziplinlosigkeit nie bei den Browns durchsetzen.

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Im Prinzip wäre keiner der Free Agents eine wirtschaftlich adäquate Lösung. Und Coach McCarthy setzt, wohl auch wegen der mangelnden Alternativen, auf Brett Hundley und stärkt ihm in der Öffentlichkeit den Rücken.
Denn auch der jetzige Back Up Quarterback,  der 24 Jährige Joe Callahan ist keine wirkliche Alternative für die Green Bay Packers. Er gilt zwar als guter 3. Mann, aber es würde schon an ein Wunder grenzen, wenn er nur ein Spiel für die Green Bay Packers starten würde.

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Meiner Meinung nach, lassen wir die Saison auslaufen und hoffen auf ein paar gute Spiele. Dann kann sich Rodgers wirklich in Ruhe auskurieren und in der nächsten Saison voll angreifen. Ein neuer Quarterback hätte uns, wenn überhaupt, nur direkt nach dem Spiel gegen die Hörnchen aus Minnesota geholfen und wäre jetzt nur noch Flickwerk.

 

Ihr habt auch was zu dem Thema zu sagen? Diskutiert in den Kommentaren, oder bei Twitter @PackersGermany mit uns. Wir freuen uns auf euch und eure Beiträge.

*Barschlamperichs Meinung spiegelt nicht die Meinung der gesamten Redaktion wieder. Für die, in seiner Kolumne geäußerte Meinung ist er selbst verantwortlich.

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