Allgemein Rückschau

Bears Week in der Review!

Packers-Fans, die am Montagmorgen aufgestanden sind und sich das Ergebnis angeschaut haben, werden sich vermutlich nicht viel dabei gedacht haben. 24-23, na gut, war eben doch noch knapp am Ende und die Bears haben nach einer deutlichen Führung eben noch ein paar Punkte gemacht, es wurde nochmal spannend.

Wer dabei war, könnte das etwas anders sehen. Das Spiel zur Eröffnung der 100. Saison Packers Football, zur amerikanischen Primetime, nachts in Lambeau Field, mit Aaron Rodgers als bestbezahltem Spieler der NFL auf der einen und Khalil Mack, bestbezahlter Spieler der Defense  auf der anderen Seite, hatte viele Schlagzeilen und Storylines – und wurde jeder einzelnen gerecht!

Nach der ersten Hälfte schien alles klar und für manche Packers-Fans war die Saison beendet, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte: 17-0 Rückstand zuhause gegen die Bears, Khalil Mack mit einer Monster-Performance, Strip-Sack und Touchdown waren nur zwei der Highlights von ihm und mit Aaron Rodgers verletzt mit dem Medical Cart vom Feld gefahren.

Nach der zweiten Hälfte allerdings hatten die Packers das Spiel gedreht, Aaron Rodgers (20/30 für 286 Yards und 3 Touchdowns) war zurück und alle Packers-Fans nach einem 24-23 Sieg um mehrere Jahre gealtert.

Doch der Reihe nach: Bei den Packers begann das Spiel schwierig, sowohl offensiv, als auch in der Verteidigung. Die Offensive Line hatte Müh‘ und Not, nicht bei jedem Snap einen Sack entweder von Khalil Mack oder von Akeem Hicks oder beiden gleichzeitig zuzulassen. Wenn jemand geglaubt hatte, dass Mack möglicherweise Probleme mit der Anpassung an das Spielsystem haben könnte, der hatte sich gewaltig geirrt. Mack machte ganz einfach das, was er am besten kann: rushing the passer.

Defensiv gestaltete sich die Anfangssituation als äußerst knifflig. Die Defense unter dem neuen Defensive Coordinator Mike Pettine kam nicht so recht in Gang, ließ in den ersten beiden Drives 139 Yards und 10 Punkte zu. Das neue und äußerst einfallsreiche Scheme von Coach Matt Nagy dürfte den Bears Mut für die Zukunft machen, der Packers Defense bereitete sie anfangs große Probleme – vor allem Tarik Cohen machte mit der gesamten Defense, was er nur wollte. Bei 5 Rushing Versuchen kam er auf 25 Yards und legte noch 15 nach Passing Plays drauf (und zwei Punt Returns für insgesamt 45 Yards), er war aber fast ausschließlich in der ersten Halbzeit aktiv.

Im dritten Drive der Packers, noch ohne Punkte von Green Bay, verletzte sich Aaron Rodgers ein paar Minuten vor der Halbzeit am Knie, nachdem Robertson-Harris bei einem Sack auf ihn gefallen war. Danach durfte bis zum Halbzeitpfiff Ersatz-Quarterback DeShone Kizer ran und der zeigte, wieso alle Packers-Fans darauf hoffen müssen, dass Aaron Rodgers auch im zweiten Spiel fit ist: 4/7 Versuchen für 55 Yards, ein Fumble an Khalil Mack und eine Interception an Khalil Mack.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren alle Fans heilfroh, Rodgers aus dem Tunnel joggen zu sehen. Er spielte wohl auch deshalb weiter, weil er sich mit dem Arzt besprochen hatte und der ihm signalisiert hatte, dass die Verletzung nicht schlimmer würde.

Nach ein paar Startschwierigkeiten legte Rodgers los: Erst ein Drive der zum Field Goal führte, dann drei Touchdown-Drives mit überragenden Pässen auf Davante Adams, Geronimo Allison und Randall Cobb (der einen Wahnsinns-Run in die Endzone zeigte), während die Defense zwar immer noch First Down nach First Down aufgab, aber in den entscheidenden Situationen hielt und in der gesamten zweiten Halbzeit nur sechs Punkte zuließ. Hier zeigte sich die Qualität von Mike Pettine: Er schaffte es immer wieder, freie Pass Rusher zu ermöglichen – allein durch sein Scheme. Teilweise fielen die drei Linemen zurück in Coverage, während Cornerbacks Jagd auf Trubisky (23/35 für 171 Yards, 1 Rushing Touchdown, 77.2 Passer Rating) machten und plötzlich drei Offensive Linemen ohne Gegenspieler da standen, der Quarterback aber trotzdem in höchster Note das Ei wegwerfen musste. Das ist eine Spezialität von Mike Pettine, die wir in Zukunft wahrscheinlich noch öfter beobachten dürfen.

Fazit

Ohne Aaron Rodgers geht bei den Packers nichts – das bleibt auch diese Saison so. Von Pettines Defense kann man gute Anfänge erahnen, allerdings ist da noch viel Steigerungspotential. An McCarthys Play-Calling hat sich nicht so viel verändert, wie man vielleicht hoffen konnte: Der erste Spielzug war (wer sagt es?) ein Lauf durch die Mitte, das Play Calling war bis zu Rodgers Verletzung wenig kreativ, viel zu wenige Screen Pässe und viel zu lange Routen – bis das eben aufgrund Rodgers‘ Verletzung nicht mehr möglich war (die Entwicklung der Routen hätte zu lange gedauert, Zeit, die der einbeinige Rodgers nicht hatte). Das sollte sich gegen die unheimlich starke Vikings Secondary nicht wiederholen. Bei Pettines Defense bin ich persönlich vorsichtig optimistisch und man kann schon darauf hoffen, dass sie die Vikings Offense in einem für Aaron Rodgers machbaren Rahmen halten wird. Denn mit Rodgers werden die Packers immer Punkte machen.

 

Zum Gamebook mit allen Statistiken des Spiels geht es übrigens hier.

____
Folgt uns in den Sozialen Medien

Facebook: Packers Fans Germany (@packersfansgermany)

Twitter: @PackersGermany

Instagram: @packers_germany

Youtube: Packers Germany

Podcast – URL: PackersTalk Germany

LEAVE A RESPONSE

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere