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#AskPackersGermany – Lions Week

In Week 5 spielen die Packers bei den Detroit Lions. Euch beschäftigt die Pressekonferenz von Rodgers, das Play-Clock-Management und das Running Game. Viel Spaß mit unser wöchentlichen Inbox #AskPackersGermany – Lions Week

Frage 1 kommt von Tango Whiskey (Facebook):

Sooo, man merkt, dass nicht nur wir die Schnauze voll haben vom Coaching. A Rod hat mal am Sonntag in der PK klare Worte gefunden.

Wer die Pressekonferenz von Aaron Rodgers nicht gesehen hat, kann dies hier nachholen:

Die Aussagen von Rodgers in der Pressekonferenz haben die ein oder andere Welle geschlagen. Ja, die Kritik ist durchaus berechtigt. Vergessen wir aber nicht, dass sich McCarthy und Rodgers schon ein paar Tage lang kennen. Dementsprechend hat McCarthy die Worte von Rodgers öffentlich korrekt eingeordnet.

Sehr lesenswert finde ich die beiden Artikel von Rob Demovsky (ESPN), der zum einen die Aussagen von Rodgers näher beleuchtet und zum anderen McCarthy zu Wort kommen lässt.

Rodgers und seine Kritik:

McCarthy zu Rodgers Kritik:

Interessant ist der Zeitpunkt von Rodgers Aussagen. Ich hätte sie eher nach dem Spiel gegen die Redskins erwartet. Sie sind für mich ein Fazit zum Monat September, in dem sich das Team finden und die Spielzüge am Ende sitzen sollten. Der Oktober muss jetzt die Richtung vorgeben, wenn die Packers die Play-offs erreichen wollen. Das wissen im Grunde alle, aber Rodgers macht noch einmal deutlich darauf aufmerksam – auf seine Art eben. Und denkt man diesen Gedanken zu Ende, dann hat die Defense sich nach Rodgers Auffassung bereits gefunden und ist bereit für den Oktober.

Frage 2 und 3 kommen von Martin Reldna (Facebook) und TheGame1002 (Discord):

Martin Reldna fragt: Was ist nur mit dem Play-Clock Management los? Pro Spiel werden gefühlt 50% der Timeouts verbraucht, weil wir es nicht rechtzeitig zum Snap schaffen. Ist die Offense so außer Rhythmus, dass Rodgers im Huddle so lange braucht, um Spielzüge anzusagen/erklären oder zu ändern?
Martin Reldna fragt: Wieso wurde gegen die Bills so viel aufs Laufspiel gesetzt, bzw. hält das für die kommenden Wochen an?

Mein Eindruck ist, dass das Spiel der Packers variabler gestaltet werden soll. Die Spiele gegen die Bears und die Vikings waren noch klassisch auf Passing-Game ausgelegt, da beide Mannschaften eine starke Defense haben und man auf Rodgers Specialwaffe, seinen starken Wurfarm, gesetzt hat.

Der Matchplan gegen die Redskins sah nach meiner Einschätzung zu Beginn einen Schwerpunkt im Running-Game vor. Rodgers stand am Anfang vorwiegend in der Pistol-Formation. Der Running Back war unmittelbar an seiner Seite. Dies war für mich ein Hinweis auf den Schwerpunkt im Laufspiel. Hier gelang der Umschaltprozess auf ein erfolgreiches Passing-Game jedoch nicht, als man merkte, dass sich die Defense der Redskins nicht so einfach weg blocken ließ. Die Räume für die Running Backs konnten nicht geschaffen werden und die Redskins hatten uns bereits fest im Griff.

Im Spiel gegen die Bills stand Rodgers anfangs in der Shotgun, weil man eine stabile Defense der Bills erwartete. Die O-Line konnte jedoch zackig die Löcher in die Defense reißen und Wege frei blocken. Die Umstellung auf ein erfolgreiches Running-Game gelang schneller und besser.

Des Weiteren war in den ersten beiden Wochen dieser Saison Aaron Jones suspendiert und durfte in dieser Zeit nicht mit dem Team trainieren. Ab Week 3 stand Jones wieder zur Verfügung und bekam ein paar Snaps. In Week 4 war Jones RB1 und wird es auch bleiben. Er musste somit erst wieder in den Matchplan eingebunden werden.

Die Packers haben mit Joe Philbin einen neuen Offense-Coordinator bekommen. Es wurden auch extra Coordinator für das Running- und Passing-Game installiert. Beidem soll also entsprechend Raum gegeben werden im Spiel der Packers. Wurde das Running-Game in den letzten Jahren eher weniger gewichtet, soll es nun den Handlungsspielraum der Offense erweitern. McCarthy möchte die Packers moderner aufstellen, ihnen ein, ich nenne es mal Flex-Play, verordnen.

Die neuen Spielzüge und ein verändertes Spiel brauchen Zeit, bis sie sitzen. Die Offense ist also nicht aus dem Rhythmus, sondern noch nicht im Rhythmus. Dann läuft auch schon mal die Zeit davon. Trotz neuem Offense-Coordinator wurde aber am Playcalling von McCarthy absolut nichts verändert. Rodgers selber nutzt die Zeit sehr gerne bis zur letzten Sekunde aus. Er beobachtet die Defense, um herauszufinden, wie sie spielt. Er sucht nach dem perfekten Hebel, um den Plan der Defense zu vereiteln. Es liegt also auch an Rodgers, dass die Uhr einfach abläuft und es nicht zum Snap kommt.

Und die Liebhaber des Running-Game können sich freuen. Ja, wir werden das zukünftig häufiger zu sehen bekommen.

Frage 4 kommt von Sebastian Schreiner (Facebook):

Warum wurde Randall bei den Packers nicht als Saftey aufgestellt, obwohl er das doch gelernt hat. Kaum spielt er als solcher, liefert er ab. Leider jetzt bei den Browns.

Nik: Ganz einfach: Weil wir mit Ha Ha und Morgan Burnett (jetzt Steelers) zwei bessere Safeties hatten, während wir auf der Cornerback-Position einen ganz dringenden Need hatten. Ganz davon ab würde ich aber darin wiedersprechen, dass er bei den Browns abliefert. Zwei Interceptions – die hat Ha Ha Clinton-Dix jetzt auch. Und HHCD hat im Gegenzug dazu nicht soviele Plays verhauen, wie Randall bisher. Wenige Snaps nach seiner Interception gegen die Raiders lies er einen tiefen Pass zu, der zu Punkten führte. Die Stats täuschen. Dass wir ihn abgegeben haben, obwohl wir jetzt solche Probleme mit Brice haben, liegt an seiner Arroganz und seinem Verhalten den Coaches und Teammitgliedern gegenüber.

Ihr könnt weiterhin unter #AskPackersGermany auf Twitter, Instagram, Facebook und im Discord Eure Fragen stellen.

Bis zur nächsten Woche!

Euer Doc

#GoPackGo

Es handelt sich hierbei um die Meinung des jeweiligen Autors. Diese steht nicht für einzelne Mitglieder oder das komplette Autoren-Team der Packers Germany.

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