Allgemein Inbox

#AskPackersGermany – Cardinals Week

Die Saison befindet sich auf der Zielgeraden und für die Packers bestehen rechnerisch noch Chancen auf die Playoffs. Eure Fragen in Week 13 beantworten wir wieder in unserer wöchentlichen Inbox #AskPackersGermany

Ganz realistisch gesehen: Ist McCarthys Zeit in GB mit 2 verpassten Playoffs vorüber? Und wenn ja, welche Coaches kommen für uns in Frage?

Tim Marzenell (Facebook)

Sollte man, wenn man vor hat den Coach zu wechseln, dies nicht besser gleich machen? Vorausgesetzt, der Wunschkandidat steht zur Verfügung. Dann braucht es in der neuen Saison keine Eingewöhnungsphase.

Andre Hoffmann (Facebook)

Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis es offiziell ist, das McC gehen muss. Wenn er bleibt, ist es ein Beweis dafür, dass Gutekunst auch keinen Biss hat. Egal, ob er jetzt erst neu ist oder nicht, wenigstens er muss jetzt mal fürs Team die richtigen Entscheidungen treffen.

Christian Schmitt (Facebook)

Die Packers werden spätestens zur neuen Saison einen neuen Headcoach präsentieren. Zu den möglichen Kandidaten verweise ich exemplarisch auf einen Artikel von packersnews.com.

Im Zusammenhang mit der Entscheidung, ob und wann McCarthy entlassen oder welcher Headcoach auf ihn folgen wird, haben die Packers einige viel wichtigere Fragen zu klären. Wer soll zukünftig für die Einstellung und Entlassung des Headcoaches verantwortlich sein und wem ist er damit direkt unterstellt?

Die aktuelle Situation sieht folgendermaßen aus. General Manager Brian Gutekunst ist für das Spielersegment verantwortlich und ist President Mark Murphy direkt unterstellt. Headcoach Mike McCarthy ist ebenfalls direkt Mark Murphy unterstellt, der über die Entlassung/Einstellung/Vertragsverlängerung des Headcoaches entscheidet. Brian Gutekunst hat somit überhaupt keine Befugnisse gegenüber McCarthy. Die Absurdität an der Situation wird uns in der aktuellen Problematik zwischen McCarthy und Rodgers erst so richtig bewusst. Brian Gutekunst könnte lediglich Aaron Rodgers zu sich einbestellen aber nicht Mike McCarthy. Er kann kein Machtwort zwischen beiden sprechen, da McCarthy im nicht direkt unterstellt ist. Mark Murphy wird beide auch nicht zu sich einbestellen. Kommt dies an die Öffentlichkeit, ist Brian Gutekunst als GM verbrannt, da es gleichbedeutend mit einem Misstrauensvotum gegen ihn wäre.

In den letzten drei Jahrzenten gab es immer mal wieder einen Wechsel in den Zuständigkeiten. Zuletzt war das 2005, als Ted Thompson neuer General Manager wurde und die Packers sich entschieden, die Entscheidung über Trainer und Spieler zu trennen.

Bevor über die Entlassung des aktuellen Headcoaches entschieden wird, muss sich Mark Murphy entscheiden, ob er Brian Gutekunst auch mit der Entscheidungsgewalt hinsichtlich des Trainers ausstattet. Meines Erachtens ist das unumgänglich, wenn man einen echten Neuanfang der Packers anstrebt, der mit der letzten Offseason schon begonnen hat. Warum? Weil Brian Gutekunst sich sehr gut mit dem Kader auskennt. Er trifft sich regelmäßig mit den Coaches und beobachtet das Training und die Spiele kritisch. Der Mann ist voll im Bilde und weiß, was er macht. Der Draft 2018 war absolut Top. Erhält Gutekunst auch die Entscheidungsgewalt über den Headcoach, dann muss die Entscheidung aber auch sitzen! Gutekunst wäre dann unverrückbar mit dem neuen Headcoach verbunden. Ohne wenn und aber! Warum Brian Gutekunst nicht bereits mit der Berufung zum General Manger mit erweiterten Befugnissen ausgestattet worden ist, darüber lässt sich nur spekulieren. Vielleicht wollte man erst einmal abwarten, wie sich Gutekunst auf dem Posten des GM bewährt.

Wie auch immer sich die Packers in obiger Frage entscheiden, vor der Entlassung McCarthys muss auch geklärt werden, welche Ausrichtung das Team in den kommenden Jahren erhalten soll und vor allem, wie man Rodgers darin optimal einbinden kann. Daran knüpft dann auch die Suche nach dem passenden Headcoach an. In dieser Saison kam schon oft die Frage, warum das Laufspiel so oft vernachlässigt wird und dass das Playcalling mies ist. Zumindest der Anteil des Laufspiels hat sich im Laufe der Saison gebessert und wird aktuell mehr praktiziert, als noch im September. Möchte man diesen Weg weiter gehen oder das Team lieber in Richtung einer High-Scoring-Offense entwickeln und den Fokus weniger auf die Defense legen? Oder sollen in Zukunft beide Bereiche gleich stark sein? Fragen über Fragen, die erst beantwortet werden müssen, um den geplanten Weg mit dem dazu passenden Headcoach einzuschlagen.

Ich bezweifele sehr stark, dass es Sinn macht, McCarthy bereits jetzt zu feuern. Ja, den Spielern könnte man somit das Alibi nehmen und vielleicht in den letzten Spielen noch einmal neue Reize setzen. Auch der ein oder andere Move im Roster könnte dann frischen Wind in das Team bringen. Als Übergangslösung bis zur Offseason käme für mich nur eine interne Lösung in Betracht, sollte man McCarthy nach einer Niederlage gegen die Cardinals feuern. In diesem Falle sollten die Packers aus meiner Sicht die obigen Fragen definitiv geklärt haben.

 

Mich würde mal interessieren, wie hoch erfahrungsgemäß die Chancen stehen, dass sich Rodgers wieder fängt?
Er hat ja nun schon ein gewisses Alter. Allerdings sind andere gute QB ja schon deutlich älter (Brees. Brady), und die hatten sicher nicht nur gute Jahre, oder nicht?
Auf der amerikanischen Packers Seite gibt es erste Stimmen, die dafür sprechen, Rodgers zu ersetzen, weil nicht mehr gut genug. Sind die Forderungen Eurer Meinung nach berechtigt oder sind sie nur ein Zeichen der generellen Unzufriedenheit und deswegen nicht so ernst zu nehmen?

Nicole Weißer (Facebook)

Rodgers‘ Qualität ist unbestritten und er kann sich auch wieder fangen. Warum auch nicht?! Gleichzeitig ist Rodgers in dieser Saison „nur“ ein ganz normaler Quarterback, der vor der Saison mit einem Mega-Vertrag ausgestattet wurde. So eine Saison kann jedem passieren!

Brady und Brees haben keinen Druck mehr. Ihre Karriere neigt sich dem Ende zu und sie haben ihren Platz gefunden. Wer will den beiden denn noch an die Karre fahren? Keiner! Und das wissen beide auch. Und beide hatten auch ihre Phasen, wo es mal nicht so gut lief. Rodgers hingegen hat auf diesem Mega-Vertrag hingearbeitet und muss jetzt liefern. Er befindet sich in der entscheidenden Phase seiner Karriere. Für ihn gilt es, sich nun unsterblich zu machen und den Erwartungen, die alle an ihn haben, gerecht zu werden. Wenn nicht jetzt, wann dann?!

Die interessanteste Frage kommt zum Schluss. Darf man Rodgers in Frage stellen? Ja, darf man und muss man auch. Ich spüre schon die Mistgabeln in meinem Hintern. Eine ehrliche Analyse der aktuellen Situation, darf auch Rodgers nicht außer Acht lassen. Klammern wir seine Leistungen der vergangenen Jahre aus, ist er in dieser Saison einfach nur ein normaler Quarterback – nicht mehr und nicht weniger. Das geht uns allen gegen den Strich und wir legen in jedem Spiel immer wieder jede Hoffnung in ihn, dass er uns zum Sieg führt und warten förmlich auf seine genialen Momente. Ja, wenn Fans selbst Rodgers in Frage stellen, dann ist da definitiv Unzufriedenheit zu spüren und der Wunsch nach besseren Zeiten.

Und jetzt zieht bitte die Mistgabeln aus meinem Hintern! Danke! Brian Gutekunst hätte Rodgers nicht mit so einem Vertrag ausgestattet, wenn er nicht davon überzeugt gewesen wäre, dass dies sein Quarterback ist. Ein Cut von Rodgers in der Offseason ist für Gutekunst nicht möglich. Dann kann er seinen Posten auch gleich räumen. Wir sollten uns abermals bewusst machen, dass sich die Packers im Reboot befinden und wir damit leben müssen, dass es nicht gut läuft. In dieser Saison kommt einfach alles zusammen. Lasst uns einfach gemeinsam durch diese Phase gehen und auf Brian Gutekunst vertrauen.

 

Wäre es jetzt sinnvoll den Roster aufzuräumen, weil man die Saison abschreibt und vielleicht etwas zu tanken oder wird Gutekunst an den bisherigen Akteuren so festhalten? Und was macht Eurer Meinung nach mehr Sinn?

Rudolf Jene (Facebook)

Vom offensichtlichen Abschenken einer Saison halte ich absolut nichts. Denn nichts anderes würde die Entlassung von Spielern aus Leistungsgründen oder ähnlichem in der aktuellen Situation bedeuten. Schließlich muss auch noch irgendwer in den kommenden Wochen auf dem Platz stehen. Klar kann man den 53er Roster irgendwie auffüllen, mit dem Practice Squad beispielsweise. Da halte ich es aber für wesentlich sauberer, wenn der Roster in der Offseason klar und gründlich unter die Lupe genommen wird und sodann die entsprechenden Entscheidungen getroffen werden. Einzig im Bereich der Special Teams kann man von mir aus auch direkt mit dem Ausmisten beginnen. Schlimmer kann es in dem Bereich nicht mehr kommen.

 

Wie ist momentan die Stimmung in der Mannschaft? Wird man die letzten Spiele versuchen zu gewinnen oder wird man eher auf eine gute Draftposition hinarbeiten?

Ugur Bey (Facebook)

Die Stimmung in der Mannschaft ist mit Sicherheit nicht gut. Die Ziele in der 100 Season waren hoch gesteckt und die Playoffs das Minimalziel der Saison. Das Alles droht nun zu scheitern. Rein rechnerisch besteht noch die Chance, dass die Packers in die Playoffs einziehen. Genügend Rechenbeispiele sind in den letzten Tagen hierzu durch sämtliche Medien gegeistert. Daher wird die Saison zumindest in Week 13 noch nicht komplett abgeschenkt.

Andererseits habe ich bereits die ganze Saison so das Gefühl, als ob wir uns lediglich eine gute Draftposition sichern wollen. Eine Halbzeit funktioniert und die Andere ist das absolute Gegenteil.

 

Was sagt ihr Stand jetzt zur Situation von Cobb (auslaufender Vertrag)? Re-Signen oder nicht und unter welchen Umständen?

Frage via einer privaten Facebook-Nachricht

Mir ist er diese Saison nicht besonders aufgefallen. Zu den aktuellen Konditionen kann es für ihn keinen neuen Vertrag geben. Wenn er sich bereit erklärt, für weniger Geld bei den Packers zu bleiben, dann gerne. In der Offseason wird es sehr wahrscheinlich einen harten Schnitt geben und Cobb wird 2019 eher nicht zum Roster der Packers gehören.

 

Warum gehen die Packers beim 3en und 2, oder 4en und 1, nicht mal mit einem Fullback Drive? Generell vermisse ich das sehr in der NFL?

@Lausi06 (Twitter)

Also zunächst mal muss man hier anmerken, dass die Packers keinen Fullback im Active Roster mehr haben. Bisher war Tight End Lance Kendricks derjenige, der sich hinter der Offensive Line als Fullback aufstellte, wenn es nötig war – im Spiel gegen die Vikings konnte man auch TE-Kollege Marcedes Lewis in wenigen Snaps dort sehen. Beide sind aber keine grandiosen Runner mit dem Ball in der Hand. Es bliebe noch die Option, Jamaal Williams als Vorblocker vor Aaron Jones zu stellen, das haben wir bisher aber nicht gespielt und da Williams zwar stark in der PassPro ist, aber etwas wenig Masse für Runblocking hat, wird das auch schwierig zu verkaufen sein. Man hat also bei der Kaderzusammenstellung bewusst auf das Personal verzichtet, das einen Fullback-Dive glaubhaft spielen könnte. -Nikxx

 

Wo sind eigentlich eurer Meinung nach die Needs in der Offseason und im Draft 2019. Denke die S und evtl die LB Positionen sind da ein Ansatz. Denke in der Offense ist man auch wenn es nicht so läuft ganz gut aufgestellt oder?

pg2583 (Discord)

Die Offense ist soweit eigentlich sehr gut besetzt, wenn man davon ausgeht, dass die Rookie-Wide Receiver einen Schritt nach vorne machen und den potentiellen Abgang von Randall Cobb auffangen können, ohne ein Formtief wie diese Saison zu hinterlassen. Die Offensive Line auf der rechten Seite braucht definitiv neue Gesichter. Bulaga ist nicht mehr der Jüngste und richtig fit auch nicht, der Right Guard ist mit McCray und Bell dann wiederum nur notdürftig besetzt. Außerdem laufen die Verträge von den beiden Tight Ends Lewis und Kendricks aus, bei der aktuellen Leistung bzw. Nutzung dieser zwei Spieler kann ich mir eher nicht vorstellen, dass wir beide resignen, vielleicht einen der beiden – ein Tight End könnte also interessant sein.

Defensiv ist die Outside Linebacker-Position ein großes Problem. Wir sind sowieso schon schlecht aufgestellt, dazu laufen die Verträge von Clay Matthews sowie Reggie Gilbert aus. Nick Perry ist sowohl durch Verletzungen als auch Leistungen eine Problemstelle und Kyler Fackrell… Bei allen Leistungen dieser Saison ist es einfach Kyler Fackrell. Es werden also mindestens 1-2 OLB gebraucht – die Draft Class soll hier dieses Jahr wohl besonders gut sein.
Dazu kommt, dass die Safety-Position natürlich ein Problem ist. Der Vertrag von Kentrell Brice läuft aus, außerdem ist die Lösung mit Tramon Williams auf Safety auch keine ewige Sache. 1-2 Safeties wären also nötig, wenn dabei noch etwas Erfahrung durch einen Veteran in unser Backfield kommt, würde das bestimmt nicht schaden.
In der Defensive Line muss man sich überlegen, ob man Wilkerson ein erneutes Comeback zutraut oder ob wir hier nochmal nachrüsten müssen. Lancaster macht seine Sache bisher gut als Backup, eine Neuverpflichtung ist also kein Muss.
Und zu guter Letzt muss noch überlegt werden, ob unsere Inside Linebacker den Ansprüchen genügen. Mit Jake Ryan und Blake Martinez haben wir hier ansich zwei Topleute (wobei Ryans Vertrag nach seiner Verletzung jetzt auch ausläuft), dazu Oren Burks als Safety-type und Morrison als Backup, diese Saison läuft es mit dem Roster aber eher schlecht. -Nikxx

 

Euer Doc

Es handelt sich hierbei um die Meinung des jeweiligen Autors. Diese steht nicht für einzelne Mitglieder oder das komplette Autoren-Team der Packers Germany.

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