Allgemein Inbox

#AskPackersGermany – Bills Week

Kritik an der Defense und unerfüllte Sehnsüchte, Rodgers oder Kizer, der Ruf nach Trades und Gedanken an einen neuen Headcoach – wir haben Eure Fragen aus Week 3 und Week 4 in unserer Inbox-Reihe #AskPackersGermany beantwortet.

Aaron Roders / DeShone Kizer
Frage 1 kommt von Marv Müller (Facebook):

Ich finde, Rodgers sollte nicht so viel verlangen, damit mehr für den Rest der Mannschaft da ist. Sehe ich das als einziger so?

Würde einer von uns darauf verzichten, wenn er die Möglichkeit geboten bekommt, so einen dicken Vertrag zu unterschreiben? Wer ehrlich ist, muss die Frage eindeutig mit „Nein“ beantworten. Wir wissen nicht, was Rodgers wirklich verlangt hat, bzw. was die Packers ihm geboten haben. Am Ende haben beide Seiten eine Einigung erzielt.

Für ein wohlüberlegtes Handeln der Verantwortlichen spricht meines Erachtens, dass der Vertrag kurz vor Week 1 abgeschlossen, bzw. öffentlich bekannt gegeben wurde. Viele haben bereits mit einer Vertragsverlängerung zu Beginn der Offseason gerechnet. Es scheint zumindest so, als ob zunächst die weitere Entwicklung (Trades, Verletzungen, Entwicklung der Neuzugänge, etc.) abgewartet wurde, um dann ab einem Zeitpunkt X den Deal mit Rodgers einzutüten.

Frage 2 kommt von Luca Mankel (Facebook):

Seht ihr Kizer nach Rodgers als Franchise QB? Ich glaube nicht daran.

Nein. Aaron Rodgers möchte gerne bis zum 40. Lebensjahr spielen. Das wird er auch machen, wenn keine Verletzung dazwischen kommt, die vorzeitig seine Karriere beendet. DeShone Kizer ist sich dieser Tatsache mit Sicherheit auch bewusst. Er ist ganz klar Backup und wird die Packers eines Tages auch wieder verlassen. Er hat die Qualität, um in einem anderen Team wieder als QB1 zu starten. Alles eine Frage der Zeit. Bis dahin können wir uns freuen, einen sehr guten Backup für Rodgers zu haben.

Frage 3 kommt von Dude Schmitti Schmidt (Facebook):

Warum geht Rodgers die zweite Hälfte nicht vom Feld, schont sich und lässt Kizer spielen? Meiner Meinung nach war’s das Risiko in keinster Weise wert. Außerdem hat AR schmerzbedingt Fehler gemacht, die er sonst nicht gemacht hätte. Kizer hat doch schon oft genug bewiesen, dass er ein guter Ersatz ist und es war erst der 3. Spieltag.

Ich bin absolut bei Dir. Und ich gehe noch einen Schritt weiter. Es wäre absolut in Ordnung gewesen, wenn Kizer gegen die Redskins gestartet wäre. Mir ist fast das Herz stehen geblieben, als Rodgers das ein oder andere mal selber gelaufen ist, um ein neues First Down zu machen. Auch sonst sah sein Spiel nicht rund aus. Eine Woche Pause wäre nicht schlimm gewesen. Aktuell mutet es eher an, als ob Rodgers seine Verletzung „raus laufen“ will.

Ich wiederhole mich da auch gerne und mache keinen Hehl daraus, dass ich ein Fan von Kizer bin und es ihm auch absolut zutraue, zu starten und das Spiel zu machen. Wenn Rodgers aber das OK von den Ärzten bekommt, dass er spielen kann, dann wird er dies auch machen. Meines Erachtens müssten ihn die Coaches da ein Stück weit schützen. Wahrscheinlich sitzt das Brett Hundley-Trauma noch zu tief und man möchte nicht ins Risiko gehen.

Frage 4 kommt von Tobias Wiss (Facebook):

Trotz Aaron Rodgers‘ unumstrittenen Fähigkeiten frag ich mich, warum die Packers ihr Running Game meist während des Spiels immer wieder total vernachlässigen und es so dem Gegner leichter machen?

Nik: Das ist einfach Coach McCarthys Spielweise. Er ist ein Quarterback-Coach. Sehr gut zu erkennen bei seinen Aussagen zu Kizers Interception im Bears-Spiel, er habe versucht, Kizer Selbstvertrauen zu geben, deshalb zog er den RB-Screen einem einfachen Lauf vor. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass McCarthy das Running Game meistens sehr gebündelt zu einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel einbringt und sonst eher mehr wirft.

Hinzu kommt, dass wir keinen Every Down-Runningback haben. Aaron Jones ist der stärkste Rusher, Montgomery der beste Receiver und Williams der beste Pass-Blocking Runningback im Kader, damit muss man mischen. Gerade bei Rodgers‘ Verletzung und den OLine-Problemen auf der rechten Seite ist es wichtig, dass Rodgers gut beschützt wird, weshalb Williams sehr oft den Vorzug bekam. Sowohl Montgomery als auch Jones haben sich in der Pass Protection zwar stark verbessert, aber Williams bleibt hier eben die Nummer 1. Ich denke, dass sich Aaron Jones in den nächsten 2-3 Wochen zum klaren Starter entwickeln wird und dann könnte auch unser Running Game wieder mehr Bedeutung finden.

Defense / Trades / neuer HC
Die Fragen 5 – 10 kommen von Tango Whiskey, Martin Sauer, Volker Brüsken, Rudolf Jenne, Daniel Schlawin und Thomas Koschwitz (alle Facebook):

Tango Whiskey stellt fest: Die Defense muss mega an sich arbeiten – 480 Yards, 2 WR der Vikes in den Top 5 (bezogen auf das Spiel gegen die Vikings)
Martin Sauer fragt: Wann bekommen wir endlich eine vernünftige Defense, die vernünftig gegen den Lauf und die langen Pässe verteidigt?
Volker Brüsken fragt: Warum versuchen wir nicht Earl Thomas zu holen? Klar, dass wir uns das nicht leisten können, aber könnte man es nicht irgendwie versuchen, weil gebrauchen könnten wir ihn gut.
Rudolf Jene fragt: Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber seid ihr der Meinung, die Packers werden noch auf dem Markt tätig? Eventuell OLB, falls sich die Chance ergibt.
Daniel Schlawin fragt: Wie ist der Stand beim Thema Bell zu den Packers?
Thomas Koschwitz fragt: Ist Tomlin ein realistischer HC zur nächsten Saison?

Ein Monster-Block an Fragen, die aber vieles gemeinsam haben. Zum einen berechtigte Kritik an der Defense, der Wunsch nach Spielern, die den Packers helfen und zum anderen die hohe Erwartung, die die Fragen zum Ausdruck bringen.

Um es mit den Worten meines Kollegen Nik zu sagen: „Abwarten!“ Bei den Packers hat sich so viel geändert. Wir alle sind froh, dass Dom Capers nicht mehr unsere Defense coacht und Mike Pettine das Ruder übernommen hat. Dies bedeutet aber auch, dass wir Geduld haben müssen. Unsere Sehnsucht nach dem Super Bowl ist so groß, dass wir schnell alles in Frage stellen und Abhilfe schaffen wollen – sei es durch Trades oder auch den Gedanken an einen neuen Headcoach.

Bleibt locker Leute. Es ist wie so oft im Leben. Wo Veränderungen vorgenommen werden, da müssen sich alle Seiten finden. Training hin, Preseason-Spiele her, lernen des Playbooks geschenkt – muss natürlich alles sein und ist auch wichtig. Wie es dann zu Beginn der Saison läuft, liegt dann an vielen kleinen Dingen, die vielleicht noch nicht zusammen laufen. Dann entscheiden ein oder zwei Fehler das Spiel und wir stellen alles in Frage.

Die Namen Bell und Thomas klingen natürlich gut und wecken die Hoffnung auf Besserung. Ich bin kein Freund von Trades, die ins finanzielle Risiko gehen und kurzfristig vielleicht Erfolg versprechen. Ist es das wert? Nein! Mir gefällt besonders das besonnene Handeln der Verantwortlichen, die auch von einem Vertrauen in das Team zeugen. Hektische Moves im Roster stellen schnell das eigene Handeln während der Offseason in Frage und können zu weiterer Verunsicherung beitragen.

Lasst uns diesem Team vertrauen. Vertrauen wir auf die Weitsicht der Verantwortlichen und die Fähigkeiten der Coaches. Wir sind erst in Week 4. Alles ist noch drin und wir stehen keineswegs mit dem Rücken zur Wand. Die Fehler in den ersten Spielen sind wertvoll, denn sie zeigen die Schwachstellen auf. Ein 3 – 0 zu Beginn der Saison wäre natürlich super gewesen, kann aber auch ein trügerischer Fallstrick werden. Jetzt sind alle hellwach.

Und somit schließe ich diesen Monster-Fragen-Block mit den Worten meines Kollegen Nik: „Abwarten!“

Frage 11 kommt von Christopher Link (Facebook):

Was haltet ihr vom Thema Gilbert als Starter spielen zu lassen und Matthews (zumindest ein Spiel mal) als Backup aufzustellen?

Nik: Diese Option wird es zumindest für dieses Wochenende vermutlich nicht geben, da durch die Gehirnerschütterung von Nick Perry Gilbert wohl sicher starten wird, einen Fackrell kann ich mir hier nicht vorstellen. Allgemein halte ich es aber auch für falsch, Matthews vom Platz zu stellen, die 3 rotierten bisher sowieso durch. Starter heißt nicht „am meisten Spielzeit“, sondern eben nur, dass sie im ersten Spielzug auf dem Platz stehen.

Außerdem darf man nicht vergessen, dass Clay Matthews viel Arbeit macht. Ja, die Produktion fehlt. Ja, gegen die Bears war er schlecht und hat (zurecht) eine fast spielentscheidende Roughing the Passer-Strafe bekommen. Aber: Er hat gegen die Vikings regelmäßig Druck auf Cousins ausgeübt, er hat im Laufspiel geholfen (3 Tackles, Gilbert wurde unter anderem wegen schlechter Arbeit gegen den Run vom Feld genommen) und allgemein durch seine Präsenz viel getan. Der Sack von Kenny Clark beispielsweise kam nur zustande, weil Matthews den Tackle nach hinten pushen konnte und Cousins nach vorne ausweichen musste, wo ihn Clark dann abfing. Ähnliches hat man von Clay auch gegen die Redskins gesehen, den verdienten Sack hat ihm nur die (absolut schwachsinnige) Strafe kaputt gemacht.

Ich verstehe den Frust und ich verstehe auch, dass die Produktionszahlen von Clay Matthews sich nicht schön anschauen lassen, aber seine Spielweise hilft dem Team enorm weiter. Wenn er weiter an sich arbeitet, weiter diese wichtigen Hits generiert (und wir kein Pech mit den Refs haben) und er nicht so enorm wichtige Tackles verpasst wie gegen die Bears, dann ist Matthews ein wichtiger Spieler in dieser Defense, der durchaus sein Recht hat, auf dem Feld zu stehen.

Frage 12 kommt von Rick Walter (Facebook):

Wird Kevin King jemals verletzungsfrei sein? Das ist ja ein Wahnsinn.

Die Frage können wahrscheinlich nur die Ärzte oder der Körper von Kevin King beantworten. Verletzungen gehören in der NFL zum Alltag. Es ist schade, dass es ausgerechnet wieder Kevin King erwischt hat. Hoffen wir, dass er schnell wieder zurück kommt.

Allgemein
Frage 13 kommt von Patrick Mer (Facebook):

Ist mal angedacht, diese Organisation (Gruppe) als offiziell eingetragenen Fanclub zu betreiben?

Aktuell gibt es keine Bestrebungen, einen Verein zu gründen. Wir haben schon mehrmals darüber nachgedacht, aber aktuell wäre das nur mit viel Aufwand und Ärger verbunden, während wir nahezu keinen Nutzen daraus ziehen würden.

 

Ihr habt Eure Frage vermisst? Einige Fragen wurden bereits in den sozialen Medien direkt oder im Packers Talk Germany beantwortet. Ihr könnt weiterhin unter #AskPackersGermany auf Twitter, Instagram, Facebook und im Discord Eure Fragen stellen.

Es handelt sich hierbei um die Meinung des jeweiligen Autors. Diese steht nicht für einzelne Mitglieder oder das komplette Autoren-Team der Packers Germany.

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